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Wirtschaft

Konto mit Beigeschmack

Kommentar: Die Haspa und die 1199-Ziffern

Über viele Jahre hat die Hamburger Sparkasse ihre Nummern für Guthabenkonten einheitlich mit der Ziffernkombination 1199 beginnen lassen. Beim ersten, unbedarften Lesen dürfte diese Tatsache nur die wenigsten aufregen. Doch wenn man weiß, dass Guthabenkonten in großer Zahl von Menschen mit finanziellen Problemen geführt werden, bekommt die Haspa-Praxis mehr als einen faden Beigeschmack. Sie ist nicht akzeptabel. Vor allem Menschen, die sich von staatlichen Leistungen wie Hartz IV finanzieren, wird von Geldhäusern meist ein Guthabenkonto zugewiesen - denn diese Kontenform lässt keine Überziehung zu.

1199 - eine Kontonummer, die der Hamburger Geschäftswelt seit Langem mögliche Finanzschwierigkeiten signalisiert. Selbst wenn die Haspa ihre Praxis nicht öffentlich gemacht hat, ist davon auszugehen, dass viele auch außerhalb des Geldinstituts davon schon lange wussten. Die Haspa hat reagiert. Jeder, der die Nummer ändern lassen will, kann dies nun tun. Das ist ein erster Schritt. Notwendig wäre aber, die 1199 am Anfang der Kontonummern ganz zu streichen.

 

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