AOL-Arena sieht in Warentest-Urteil keinen Grund für Veränderungen
HAMBURG. Stiftung Warentest hatte im Herbst 2005 die Sicherheit der zwölf deutschen WM-Stadien untersucht. Das Ergebnis: Vier Stadien wiesen "erhebliche Mängel" (Olympiastadion Berlin, Veltins-Arena Gelsenkirchen, Zentralstadion Leipzig, Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern), vier Stadien "deutliche Mängel" (Commerzbank-Arena Frankfurt/Main, Signal-Iduna-Park Dortmund, Gottlieb-Daimler-Stadion Stuttgart, AOL-Arena Hamburg) und vier Stadien "geringe Mängel" (AWD-Arena Hannover, Allianz-Arena München, Frankenstadion Nürnberg, Rhein-Energy-Stadion Köln) auf. An der Hamburger AOL-Arena kritisierten die Tester vor allem die Fluchtmöglichkeiten. Es gebe zuwenig Rettungstore, die Fallhöhe vom unteren Rang zum Spielfeld sei zu groß, und der obere Rang könnte durch seine geringe Stufentiefe von nur 24 Zentimetern zur Stolperfalle werden. Die beiden Mitarbeiter von Stiftung Warentest, die die AOL-Arena inspizierten, entdeckten auch Probleme in den VIP-Räumen, wo zuviel Mobiliar Fluchtmöglichkeiten versperren könne. Direkt nach der Veröffentlichung der Testergebnisse am 10. Januar widersprach Hamburgs Stadionchef Kurt Krägel dem negativen Urteil: "Wir haben das Stadion unter allen Bedingungen der Bauordnung erstellt." Vier Monate später bestätigt der Leiter der Arena dem Abendblatt, daß in Hamburg keine Nachbesserungen auf Grund der Studie vorgenommen wurden: "Für mich ist das Thema durch." In anderen Stadien, wie zum Beispiel im Berliner Olympiastadion, im Dortmunder Signal-Iduna-Park oder in der Gelsenkirchner Veltins-Arena wurde nach der Veröffentlichung der Testergebnisse noch geringfügig nachgebessert.




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