Piëch gewinnt Streit um Krawatten und Kinder
DÜSSELDORF. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëëch (68) hat in einem kuriosen Rechtsstreit um die Motive seiner Krawatten und die Zahl seiner Kinder einen Etappensieg errungen. Das Düsseldorfer Landgericht verpflichtete die im Handelsblatt-Verlag erscheinende "Wirtschaftswoche" gestern zum Abdruck einer elfteiligen Gegendarstellung. "Wir bleiben bei unserer Auffassung, werden Berufung einlegen und vor das Oberlandesgericht ziehen", sagte ein Verlagssprecher.
Im Gegendarstellungsbegehren bestreitet Piëëch unter anderem, "grelle Krawatten mit Jagdmotiven" zu tragen und die Zahl seiner Kinder nicht zu kennen. Der Verlag hatte daraufhin ein Foto von ihm mit einer Krawatte präsentiert, auf der ein Mann mit Gewehr und ein Elefant zu sehen sind. Piëëchs Anwalt Matthias Prinz hatte behauptet, daß es sich eher um ein Kriegsmotiv handele.
Das Gericht führte an, daß auf dem Elefanten ein Tragegestell zu sehen ist. "Transportelefanten werden in der Regel nicht bejagt", so ein Gerichtssprecher. Zur Zahl seiner Kinder hatte Piëch einmal gesagt: "Etwa ein Dutzend. So genau weiß man das nicht." Die Zivilkammer folgte der Auffassung des Anwalts, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt: "Das Gericht geht davon aus, daß Herr Piëëch weiß, wie viele Kinder er hat." Piëëch hatte später eidesstattlich versichert, zwölf Kinder zu haben.



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