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Am Mittag hat sich erneut ein heftiges Erdbeben in Norditalien ereignet

Wirtschaft

Vivento - Das Arbeitsamt der Telekom

Schon seit längerem ist die Deutsche Telekom dabei, ihren Personalbestand zu reduzieren. Allein bis Anfang 2005 wurden rund 40 000 Arbeitsplätze abgebaut. Doch weil die Telekom bis Ende 2008 ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen will - das jedenfalls sieht der Beschäftigungspakt mit der Gewerkschaft Ver.di vor -, hat der Konzern Anfang 2003 die Transfergesellschaft Vivento gegründet. Dort sind derzeit rund 16 500 Telekom-Mitarbeiter untergebracht, für die das Unternehmen nach eigener Aussage keine Verwendung hat.

Rund 2800 dieser Telekom-Mitarbeiter sitzen derzeit bei fast vollen Bezügen zu Hause. Immerhin deutlich weniger als noch Anfang 2004. Damals warteten rund 11 000 daheim auf einen neuen Job, fast ohne Lohneinbußen. Aktuell, so ein Sprecher der Telekom, sind mehr als 80 Prozent der rund 16 000 Menschen bei Vivento wieder in Beschäftigung, wenn auch nicht an ihrem angestammten Arbeitsplatz. Sie arbeiten in Callcentern, Montagegesellschaften oder als Zeit- und Leiharbeiter, etwa für das Hartz-IV-Projekt der Bundesagentur für Arbeit.

Für die Betroffenen macht der Neustart in den Arbeitsmarkt Sinn. Schließlich erhalten sie zu Hause nur 85 Prozent des bisherigen Lohns. Als Mitarbeiter einer Montage- oder Callcenter-Gesellschaft der Telekom aber gibt es 91,25 Prozent der bisherigen Bezüge. Die Folge: Seit dem Start von Vivento hat die Telekom über ihr "internes Arbeitsamt" mehr als 10 000 Mitarbeiter vermittelt - entweder innerhalb der Telekom oder an externe Firmen. "Die Leute in Beschäftigung zu bringen, war sicher das richtige Ziel", heißt es von Seiten der Gewerkschaft Ver.di.me

 

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