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Am Mittag hat sich erneut ein heftiges Erdbeben in Norditalien ereignet

Wirtschaft

Hamburgs Hotels rüsten gegen neue Häuser auf

Konkurrenzkampf: Kostenlos ins Internet, neue Restaurants, HVV-Fahrkarten

Hamburg. Hamburgs Hotellerie rüstet auf. Als Reaktion auf das erweiterte Elysee, das 2006 mit mehr Zimmern und Restaurants zum Grand Elysee wird, arbeiten auch andere Betriebe der Stadt an ihrem Image und ihrem Erscheinungsbild. Im kommenden Jahr wird unter anderem das Airbus First Flight Hotel mit 170 Zimmern auf Finkenwerder eröffnen. Insgesamt werden bis Ende 2007 acht neue Drei- bis Fünf-Sterne-Häuser mit zusammen 1300 Zimmern in der Stadt neu entstehen, sagt Christoph Härle, Leiter des Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle Hotels Deutschland.

"Die Konkurrenz nimmt zu, und wer nicht investiert, verliert", so Claus Berk, Inhaber vom Hotel Europäischer Hof, dem Abendblatt. Allein in diesem Jahr steckt er rund drei Millionen Euro in sein Haus am Hauptbahnhof. "Unter anderem haben wir 3000 Quadratmeter Teppich neu verlegt", so Berk. Zudem hat er sämtliche Zimmer mit Breitband-Internet-Anschluß über das Stromkabel ausgerüstet. "Und in allen öffentlich zugänglichen Räumen wie etwa der Lobby kann man kabellos ins Internet, also mit Wireless-Lan."

Der Hamburger Hotelier rühmt sich, den Gästen keine Rabatte zu geben. "Bei mir hat jeder den gleichen Preis - auch zu Messezeiten, wenn andere Häuser ihre Zimmer teuer verkaufen", sagt Berk. Er bietet auch keine günstigere Wochenendpauschalen an, und dennoch ist der Europäische Hof beim Reiseveranstalter TUI das meistgebuchte Hotel für Städtereisen. Die Belegungsrate des Hauses liegt derzeit bei mehr als 80 Prozent. Viele Gäste kämen extra wegen der in einem Hotel bundesweit einmaligen 150 Meter lange Wasserrutsche im Wellness-Bereich des Vier-Sterne-Hauses.

Auch das Radisson SAS lockt seine Gäste inzwischen mit einem kostenlosen Breitband-Internet-Zugang über W-Lan. Und das Steigenberger, seit zwölf Jahren in Hamburg, hat jetzt insgesamt 600 000 Euro ausgegeben für eine neue Lobby, die Pianobar, den Wintergarten und das neue Design von 84 Zimmern auf zwei Etagen. Das Marriott hat mit dem Speicher 52 ein neues Restaurant eröffnet. Und auch Klimaanlagen, Betten, Internet-Zugang und Fitness-Bereich wurden erneuert, insgesamt hat Marriott dafür 1,5 Millionen Euro ausgegeben. 2006 sollen Bar, Banketträume und Lobby des Hotels aufgefrischt werden. Ein zusätzliches Restaurant richtet auch das Le Royal Meridien ein.

Claus Berk will seine Hotelfassade künftig vom Lichtdesigner Michael Batz illuminieren lassen. Zudem lockt er mit kleinen Geschenken. So können Gäste des Hotels drei Tage lang kostenlos mit den Bussen und Bahnen des HVV fahren und eine Hafenrundfahrt machen. Der Zimmerausweis genügt als Nachweis. Mehr als eine Million Tickets hat Berk bereits vergeben. "Zudem genügt das Vorzeigen der Zimmerreservierung, um kostenlos mit dem Bus zum Flughafen zu fahren", sagt Berk.

Der Hamburger Hotelier ist zugleich auch Eigentümer der Immobilie und unter anderem Sponsor der Hamburg Media School. Bislang hatte Berk seinen Betrieb allein geführt, seit Anfang des Monats ist Heike Püschel als Direktorin in dem Haus. Die Hotelfachfrau war bereits von 1991 bis 1998 im Europäischen Hof tätig und hat anschließend unter anderem die Color-Line-Arena mitaufgebaut.

 

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