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Wirtschaft

Neue Jobs für Hamburg

Uldall: Arbeiten für den A380 gehen zügig voran

Hamburg. Der Riesen-Airbus A380 wirft seine Schatten voraus. "Die Stadt ist für das Projekt, das eine wichtige strategische Bedeutung für Hamburgs weitere Entwicklung als Industriestandort hat, bestens gerüstet", sagte gestern Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU). Noch bevor die erste Maschine dieses größten Flugzeugtyps der Welt zur Endmontage nach Hamburg kommt, hätten sich zahlreiche neue Zulieferfirmen im neuen Airbus Technologie-Park auf Finkenwerder angesiedelt. "Im Moment gibt es dort 50 Firmen mit 600 Mitarbeitern, später werden es 100 Unternehmen sein." Rund 600 Ingenieure arbeiten bereits im Entwicklungszentrum des A380. Insgesamt will Airbus im Zusammenhang mit dem neuen Großraumflugzeug 2000 neue Arbeitsplätze schaffen, weitere 2000 sollen bei den Zulieferfirmen entstehen. Um genügend qualifizierte Ingenieure bereitzustellen beginnt im September ein Aufbaustudiengang an der Fachhochschule Hamburg. Zudem kann sich Uldall vorstellen, dass Mitarbeiter des in die Insolvenz gegangenen bayerischen Flugzeugbauers Fairchild Dornier in Hamburg anheuern könnten. Auch die Arbeiten am Mühlenberger Loch, Hamburgs größtem Industrieansiedlungs- und Europas größtem Wasserbauprojekt, laufen planmäßig, wie Hartmut Wegener, Geschäftsführer der Realisierungsgesellschaft, sagte. Bis Ende September solle der Mietvertrag mit Airbus für die neuen Industrieflächen unterschrieben werden. Uldall unterstrich die Bedeutung des Großraumflugzeugs für Hamburg und die Region. Allein die Stadt habe 665 Millionen Euro investiert und das Unternehmen nochmals die gleiche Summe. Sollte die weitere Entwicklung des Projekts durch juristische oder andere Entscheidungen gestoppt werden, so werde sich auf absehbare Zeit kein Investor mehr in Hamburg engagieren. "Das wäre der Supergau. Hamburg bräuchte Jahre, um wieder Vertrauen bei nationalen und internationalen Investoren zu gewinnen." Im Zusammenhang mit dem Mühlenberger Loch, Ausgleichsflächen und den Belastungen durch die Airbus-Fertigung sind noch eine Reihe von Gerichtsverfahren anhängig. Am 27. August wird das Hamburger Verwaltungsgericht über den wasserrechtlichen Teil des Planfeststellungsbeschlusses verhandeln. Ein Rückbau der bereits umgesetzten Baumaßnahmen komme jedoch auch bei ungünstigen Urteilen nicht in Betracht, sagte Wegener weiter. Darauf hätten die Kläger auch nach Einschätzung ihrer eigenen Anwälte keinen Anspruch.stü

 

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