Viel zu tun für Gunnar Uldall im Hafen
Kommentar
Gern kommt Wirtschaftssenator Gunnar Uldall zu den Terminen der Hafenwirtschaft. Kein Wunder: Hatten die Firmen doch zuletzt immer neue Rekorde im Containerumschlag zu verkünden. Doch jetzt haben die notwendigen neuen Flächen für das wachsende Geschäft mit den Boxen den Wirtschaftssenator in ernste Schwierigkeiten gebracht.
Denn weil im mittleren Freihafen auf Steinwerder bis 2010 ein neues Terminal entstehen soll, müssen jetzt Hafenfirmen umgesiedelt werden. Weil den Betroffenen aber bisher nicht klar ist, wann sie wohin sollen und was sie das kosten wird, rumort es im Hafen. Immerhin sind von der Neuordnung 120 Firmen betroffen, die mit Schrott- oder Autoumschlag sowie mit dem Verladen etwa von Maschinenteilen erfolgreich sind und Jobs sichern.
Mit der Verlagerung des Umschlags für Kupferkonzentrat nach Brunsbüttel macht die Norddeutsche Affinerie nun deutlich, wie schnell und wie stark diese ungelösten Probleme Hamburg schaden können. Die Entscheidung von Affinerie-Chef Werner Marnette könnte eine Kettenreaktion auslösen, die sich komplett negativ auf den Hafen auswirken würde. Wenn nämlich immer mehr Mittelständler auf Grund fehlender Perspektiven ihr Geschäft in andere Häfen verlagern oder als letzte Möglichkeit ihre Firmen zumachen. Dann könnte Hamburg den Status als Universalhafen verlieren.
Für Wirtschaftssenator Uldall wird es nun darauf ankommen, doch noch - in letzter Minute - ein Konzept zu präsentieren, das den Firmen im mittleren Freihafen eine Zukunft läßt. Dazu muß er auch mit Bausenator Michael Freytag übereinkommen, inwieweit beim Sprung über die Elbe Büros und Wohnungen mit Flächen für den Hafen vereinbar sind. Es gibt viel zu tun für Uldall, und er muß schnell handeln - sonst wird er künftig bei der Hafenwirtschaft weniger gern gesehen sein.




Branchenbuch Hamburg
Bauunternehmen Dirk Kage
Hamburger Gutscheinwochen
EnergieBauZentrum


100. Geburtstag
Axel Springer
Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages



