Textilien - die Chinesen kommen
Kommentar
"Made in China" - diese Aufschrift werden Verbraucher künftig noch häufiger auf den Etiketten ihrer T-Shirts und Hosen finden. Weil es keine Einfuhrquoten für die Textilien aus der Volksrepublik mehr gibt, werden die Kunden künftig noch mehr günstige Modeartikel in den Regalen der deutschen Handelsketten finden.
Der Wegfall der Quoten ist grundsätzlich vernünftig, denn ihren eigentlichen Zweck - nämlich die einheimische Industrie vor der Billigkonkurrenz aus dem Ausland zu schützen - haben sie schon vor langer Zeit verloren. Längst haben deutsche Hersteller aus Kostengründen ihre Produktion in Länder wie die Türkei, nach Polen oder Rumänien verlagert. Diese Länder sind es nun, die die Konkurrenz aus China fürchten müssen.
Die Gefahr ist jedoch groß, daß im freien Kampf um Weltmarktanteile soziale und ökologische Mindeststandards außer acht gelassen werden. Nicht zuletzt die Kunden haben es daher in der Hand, durch einen Blick aufs Etikett und aufs Preisschild zu entscheiden, welche Hersteller in welchen Ländern sie unterstützen wollen.




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