Ohrfeige für Phoenix-Führung
Kommentar
Es ist unfaßbar, wie unsensibel das Management von Phoenix bei der Auflösung des Harburger Traditionsbetriebs agiert. In einer Blitzaktion im Werk an der Seehafenstraße ließ die Geschäftsführung eine wichtige Produktionsmaschine demontieren, ohne die eine Fertigung nur noch eingeschränkt möglich ist. Zum Glück hat das Arbeitsgericht den Abtransport in letzter Sekunde verhindern können.
Der Beschluß der Richter ist eine Ohrfeige für die Phoenix-Führung. Das Gericht mußte allen Ernstes darauf hinweisen, daß man erst einmal mit den Mitarbeitern sprechen und sich um einen Interessenausgleich bemühen muß, bevor man die Maschine, an der sie jahrelang gearbeitet haben, einfach abbaut und nach Spanien schickt.
Dabei ist es nicht das erste Mal, daß das Management ohne Fingerspitzengefühl agiert. Schon in dem Schreiben, mit dem die Mitarbeiter über den Stellenabbau in Harburg informiert wurden, hieß es, das Werk an der Seehafenstraße bleibe "bis auf weiteres" in Harburg. Gemeint war, daß es geschlossen werden soll.




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