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Wirtschaft

Hamam - ein paradiesischer Platz

"Hamburg ist die Stadt mit den meisten Brücken in Europa, mehr als in Venedig. Brücken sind wichtig, denn sie verbinden und eröffnen neue Möglichkeiten. Das erfordert Mut und Kompetenz." Dies alles habe Coskun Costur (40), mit tatkräftiger Unterstützung seiner Gattin Selma (39), mit dem Bau des türkischen Badehauses Hamam auf St. Pauli bewiesen, würdigte Handwerkskammer-Präsident Peter Becker den Unternehmer, der den Preis in der Kategorie "Existenzgründer" erhielt.

Costur habe gleich zwei Brücken gebaut - eine vom Orient zum Abendland sowie eine Zeitbrücke, die viele Jahrhunderte zurückreiche und über das heute in die Zukunft führe. Die Idee sei "brillant und ebenso exzellent realisiert", lobte Becker. "Gemacht wie von einem Handwerker, mit Kopf, Herz und Verstand." Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg, der Hamburger Sparkasse und dem Europäischen Förderprogramm EFRE.

Als der Handwerkskammer-Chef das Hamam besuchte, fiel ihm spontan der Vergleich mit einer Oase ein, so Becker. "Ein paradiesischer Platz, der im krassen Gegensatz zu seinem Umfeld steht." An der Feldstraße gelegen, gegenüber dem Heiligengeistfeld, daneben der Bunker, die Ausläufer des Fleischgroßmarktes und dazwischen "wie eine versteckte Perle, das Hamam".

Becker lobte die liebevollen Details in dem Badehaus. Die handgeschmiedeten Armaturen, 40 Tonnen edler, wunderschöner Marmor und die traumhafte Kissenlandschaft, die das Gefühl von Tausendundeiner Nacht vermittelten. "Körper und Geist werden hier gleichermaßen verwöhnt." Costur liege mit dieser Geschäftsidee voll im Trend der Gesundheits- und Wellnesswelle. Das zweite Hamam, das Costur bereits plane, werde sicher genauso liebevoll gebaut und geführt werden, so Becker: "Ihre Idee zeigt uns, dass Gutes, wie alt es auch sein mag, immer modern, aktuell und werthaltig bleibt."HA

 

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