Einigung über Verluste von handwerk.de
Berlin. Die Pleite des Internetportals handwerk.de soll nicht zu Lasten der einzelnen Handwerksbetriebe gehen. Die finanziellen Belastungen aus der Insolvenz von maximal 8,7 Millionen Euro würden von den Organisationen des Handwerks getragen, sagte der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Dieter Philipp, nach einer Vollversammlung des ZDH gestern in Berlin. Finanziert werde die zusätzliche Belastung durch die Beitragszahlungen der Kammern und Fachverbände an den ZDH sowie durch langfristige Kreditaufnahme, sagte er.
Schon im Vorfeld hatte es heftige Kritik an der Spitze des ZDH gegeben. "Nach heutigem Wissensstand müssen Präsident Dieter Philipp und Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer die politische Verantwortung übernehmen", hatte der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich, vor der nicht öffentlichen Vollversammlung gefordert und der Führungsriege den Rücktritt nahe gelegt.
Philipp sagte, er und Schleyer hätten zu Beginn des ganztägigen Treffens die Vertrauensfrage gestellt, die eindeutig positiv beantwortet worden sei. Es sei eine sehr schwierige Sitzung gewesen, räumte er ein.
Nach millionenschweren Außenständen hatte die Betreibergesellschaft von handwerk.de Ende Januar Insolvenz beantragt. Das Internetportal war 2000 gegründet worden und sollte den Handwerksbetrieben bei ihren eigenen Onlineauftritten helfen sowie die Kosten beim Materialeinkauf senken. Das Projekt galt jedoch von Anfang an als umstritten.



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