Bürgen für Hamburgs Mittelstand
Hamburg. Als der Malermeister Mirko Witthoefft (25) aus Bergedorf Kapital benötigte, um mit seinem Unternehmen zu expandieren, zögerte die Hausbank mit einer Kreditzusage. Erst als die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH (BG) einsprang, bekamen der Jungunternehmer und die Malerunion Nord GmbH zwei Wochen später ihren Kredit. Witthoefft ist nur einer von 3300 Mittelständlern, bei denen Kredite von der BG besichert wurden - und damit meistens erst möglich werden. 504 Neuanträge wurden 2001 eingereicht, verstärkt von Handwerkern. Das Volumen der genehmigten Bürgschaften stieg von 134 auf 151 Millionen Mark. "Wir sind eine Selbshilfegruppe der Hamburger Wirtschaft", sagte BG-Geschäftsführer Stefan Papirow bei der Vorlage der Jahresbilanz. "Wir unterstützen kleine und mittelständische Betriebe mit Garantien, denn ein gutes Geschäftskonzept darf nicht an fehlenden Sicherheiten scheitern." In nur 2,3 Prozent der Fälle gingen 2001 Bürgschaften verloren. Die Verluste tragen dann die Stadt Hamburg, der Bund und die BG zu je etwa einem Drittel. Die Gesellschafter der BG sind die Hamburger Kammern, Verbände, Innungen und Banken.



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