Kritik an teurer Zugauskunft
Die Bundesregierung will bis Jahresende Klarheit für eine Entscheidung zur Privatisierung von Anteilen der Deutschen Bahn schaffen. Das sagte ein Sprecher von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) am Sonntag in Berlin. Die Bahngewerkschaft Transnet hatte gefordert, das "Gerede" über einen Börsengang 2005 schnell zu beenden. Hintergrund: In den ersten sechs Monaten 2003 hatte der Konzern zwar den Umsatz auf knapp 14 Milliarden Euro gesteigert, im Personenfernverkehr jedoch 266 Millionen Euro Verlust eingefahren. Kritisch sehen die Verbraucherzentralen die Gebühren der Bahnauskunft von Telegate und Deutscher Bahn. Der Fahrplan-Service unter der Rufnummer 11880 kostet 1,19 Euro pro Minute, Warteschleifen muss der Kunde mitzahlen. "Auskunftsnummern dürfen aber nicht mehr kosten als 12 Cent pro Minute", so Verbraucherschützer Holger Jansen zur "Bild am Sonntag". Die bahneigene Auskunft kostet durchschnittlich 60 Cent pro Minute.




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