Familie Schaeffler will Verantwortung behalten
Die Familie Schaeffler will auch nach einem Verkauf von Anteilen die unternehmerische Verantwortung bei dem Autozulieferer behalten. "Es ist unser...
Herzogenaurach. Die Familie Schaeffler will auch nach einem Verkauf von Anteilen die unternehmerische Verantwortung bei dem Autozulieferer behalten. "Es ist unser Ziel, als wesentlicher Ankerinvestor die Zerschlagung des Unternehmens Conti/Schaeffler zu verhindern und die Arbeitsplätze zu erhalten", erklärten die Alleineigentümer Maria-Elisabeth Schaeffler und Sohn Georg Schaeffler.
Sie hatten sich bereit erklärt, zur Sanierung des durch die Conti-Übernahme mit mehr als zehn Milliarden Euro verschuldeten Konzerns einen wesentlichen Teil ihrer Anteile zu verkaufen. Wie viel dies sein werde, hänge von der Bewertung des Unternehmens ab, die wiederum durch die "strategischen Zukunftspotenziale" bestimmt werde, so die Eigentümer.
Um eine Zerschlagung zu verhindern, müssten sie weiterhin die unternehmerische Verantwortung ausüben können. Dies umfasse mehr als die mit einer Sperrminorität verbundenen Rechte. Sollte die Familie nur eine Sperrminorität zurückbehalten, dann könnte sie bis zu 75 Prozent ihrer Anteile verkaufen.
Die Unsicherheit über die Zukunft seines Großaktionärs Schaeffler schickte die Aktie des Hannoveraner Autozulieferers Continental gestern auf Talfahrt. Das Papier verlor in der Spitze mehr als 20 Prozent. Händler in Frankfurt verwiesen auf die überaus angespannte Lage von Schaeffler, das Unternehmen sei schwer unter Druck. Die Zukunft von Conti unter dem neuen Großaktionär Schaeffler bleibe extrem unsicher, sagten Händler.




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