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Am Mittag hat sich erneut ein heftiges Erdbeben in Norditalien ereignet

Wirtschaft

Erfolg trotz Branchenskepsis

Rekordergebnis von Apple verdrängt Sorge um Steve Jobs

Die Aktie von Apple kletterte in New York um sechs Prozent auf 87,80 Dollar, nachdem das Unternehmen trotz der weltweiten Wirtschaftskrise erneut Rekordzahlen vorlegte.

New York. Mit einem Rekordquartal hat der Computer- und iPhone-Hersteller Apple bei den Investoren die Sorgen um den Gesundheitszustand von Konzernchef Steve Jobs verdrängt. Die Aktie von Apple kletterte am Donnerstag in New York um sechs Prozent auf 87,80 Dollar, nachdem das Unternehmen trotz der weltweiten Wirtschaftskrise erneut Rekordzahlen vorlegte.

Der Umsatz stieg in dem Ende Dezember abgelaufenen ersten Geschäftsquartal um 5,9 Prozent auf 10,17 Milliarden Dollar. Beim Gewinn legte Apple um 1,8 Prozent auf 1,61 Milliarden Dollar zu. Es war das erste Mal, dass das Unternehmen mehr als zehn Milliarden Dollar Umsatz in einem Quartal verbuchte, betonte Apple nach US- Börsenschluss am Mittwoch. Die Zahlen waren ein starker Kontrast zu zahlreichen schlechten Botschaften anderer Technologieunternehmen.

Die Apple-Aktie war zuletzt stark unter Druck geraten, nachdem Konzernchef Jobs eine sechsmonatige Auszeit angekündigt hatte, um sich wegen einer Hormonstörung behandeln zu lassen. In der Branche war immer wieder spekuliert worden, ob Jobs nicht doch erneut an Krebs erkrankt sei oder sich einer Lebertransplantation unterziehen müsse.

Jobs lehnte vergangene Woche nähere Angaben zu seinem Gesundheitszustand ab. "Warum lasst ihr Jungs mich nicht in Ruhe - warum ist das so wichtig?", sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg am Telefon. Angesichts der monatelangen Spekulationen um Jobs' Gesundheit hatten Anleger und Branchenbeobachter wiederholt nach ausführlicheren Informationen verlangt. Sie verweisen darauf, dass Jobs als treibende Kraft hinter den Erfolgen von Apple gilt. Laut Medienberichten prüft die US-Finanzaufsicht SEC nun, ob der Konzern den Markt angemessen über Jobs' Gesundheitsprobleme informiert hat.

Mit den aktuellen Zahlen übertraf Apple die Erwartungen der meisten Analysten, die davon ausgegangen waren, dass sich die Finanzkrise auch auf den Absatz von Apple auswirken werde. Vom Handy iPhone wurden gut 4,36 Millionen Geräte verkauft - ein Plus von 88 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings konnte Apple nicht an die knapp 6,9 Millionen iPhones aus dem Quartal davor anschließen. Damals war der Absatz des Smartphones durch den Start des neuen, UMTS- tauglichen iPhone 3G beflügelt worden.

Im Kalenderjahr 2008 verkaufte Apple damit insgesamt rund 13,67 Millionen iPhones und übertraf damit deutlich das eigene Ziel von zehn Millionen. Zum Jahresende 2008 wurde das iPhone in 70 Ländern angeboten. Spekulationen über ein abgespecktes "iPhone nano" erteilte der für das Tagesgeschäft zuständige Apple-Manager Tim Cook in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen eine Absage.

Im Schlussquartal 2008 wurden mit gut 22,7 Millionen iPods - bei einem Zuwachs von drei Prozent - so viele dieser Multimedia-Player verkauft wie noch nie zuvor in einem Vierteljahr. Allerdings sank der Umsatz, was bedeutet, dass die Verbraucher eher zu günstigeren iPods griffen. Apple sieht seinen US-Marktanteil bei MP3-Playern bei 73 Prozent. Im Kalenderjahr 2008 setzte Apple insgesamt 55,43 Millionen iPods ab.

Der Quartalsabsatz der Macintosh-Computer erhöhte sich im Jahresvergleich um neun Prozent auf 2,52 Millionen. Den Ausschlag gab die Markteinführung einer neuen Generation der MacBook-Notebooks. Der Absatz der mobilen Computer schoss um gut ein Drittel auf knapp 1,8 Millionen hoch. Hingegen fielen die Verkäufe der Desktop-Computer um ein Viertel auf 728 000 Geräte. Hier erwarten Beobachter eine Auffrischung der Produktpalette noch im ersten Halbjahr 2009.dpa

 

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