Consumer Electronics Show
Las Vegas zeigt Spielzeug für Erwachsene
Die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik hat ihre Pforten geöffnet: In Las Vegas bestaunen Technikfans die Trends der der kommenden Jahre. Dazu könnten Internet auf dem Fernseher, Armbanduhren zum Telefonieren und 3D-Webcams gehören.
Foto: AFP
Las Vegas. Einrollbare Bildschirme, schnelle Prozessoren und ein Konkurrent für den Blackberry: Mit einer Vielzahl neuer Produkte stemmt sich die Technologiebranche auf der Consumer Electronics Show gegen die Krise.
Am Donnerstag öffnete die weltweit größte Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas ihre Pforten für Fachbesucher. Bis Sonntag erwartet die ausrichtende Consumer Electronics Association rund 130.000, die die Neuheiten der 2700 Aussteller bewundern wollen.
"Bis jetzt haben wir jede Krise erfolgreich überwunden", gab sich Gary Shapiro, Chef des amerikanischen Branchenverbands und Messe- Ausrichters CEA, bei der Eröffnung optimistisch.
Die Branche der Unterhaltungselektronik habe mit ihren Innovationen die Kraft, die kriselnde Wirtschaft weltweit zu beleben und anzukurbeln. Fürs laufende Jahr erwartet der Verband ein Umsatzwachstum von weltweit mehr als vier Prozent auf 724 Milliarden Dollar.
Internetangebote auf dem Fernseher
Auf den Flachbildfernsehern der großen Hersteller sollen die Zuschauer künftig direkt und ohne PC auf ausgewählte Internet-Inhalte sowie Videos zugreifen können. Sharp bringt etwa einen LCD-Fernseher mit integriertem Blu-ray-Player heraus.
Sony und Samsung haben in ihre neuen Flachbild-Fernseher Funktionen integriert, über die das Wetter, Aktienkurse oder Videos von YouTube abgerufen werden können. Erste Modelle von Geräten mit hochauflösender Bildwiedergabe werden bereits im Frühjahr auch in Deutschland verfügbar sein.
Auch der japanische Elektronikkonzern Panasonic stellte neue Fernseher aus seiner Viera-Reihe vor, die auf Inhalte von YouTube sowie Dienste des Suchmaschinen-Spezialisten Google zugreifen können. Panasonic setzt bei seinem Angebot auf ein eigens zusammen gestelltes Sortiment an Nachrichten und Dienstleistungen.
Konkurrenz für iPhone und Blackberry
Am ersten Besuchertag machte vor allem Palm von sich reden. Der Hersteller von Taschencomputern präsentiert das Smartphone Palm Pre, das mit Geräten wie dem Blackberry und dem iPhone in Konkurrenz tritt. Zudem stellte das Unternehmen das neue Betriebssystem "WebOS" vor. Die Börse reagierte euphorisch auf die Ankündigung und trieb den Aktienkurs von Palm um rund 35 Prozent nach oben.
Zudem gab Microsoft-Konzernchef Steve Ballmer die Testversion des neuen Betriebssystem Windows 7 zum Download frei, das das unbeliebte Betriebssystem Vista ablösen soll. Im Laufe des Freitags soll das Programm auf der Microsoft-Homepage zu finden sein.
Was die Zuschauer noch bis zum kommenden Sonntag in Staunen versetzen wird, sehen Sie in der Bildergalerie.




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