Der Hamburger Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat sich beim Zentralrat der Juden in Deutschland mit einem Brief für eine verbale Entgleisung...
Hamburg. Der Hamburger Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne hat sich beim Zentralrat der Juden in Deutschland mit einem Brief für eine verbale Entgleisung entschuldigt. "Ich bedauere sehr, dass ich durch diese unglückliche Wortwahl Empörung ausgelöst habe", sagte Kühne dem Abendblatt. "Ich bitte die jüdische Gemeinde in Deutschland um Entschuldigung", heißt es in seinem Brief, den Kühne gestern an Dieter Graumann geschickt hat, den Vizepräsidenten des Zentralrats.
Auslöser der Empörung war ein Satz, den der Unternehmer am Dienstagabend bei einer Podiumsdiskussion in Berlin ausgesprochen hatte: "Wir wollen uns möglichst reinrassig deutsch halten", sagte Kühne. Der 71-Jährige war gefragt worden, ob das Hamburger Konsortium für die Übernahme der Reederei Hapag-Lloyd künftig womöglich auch ausländische Teilhaber haben werde. Kühne ist das prominenteste Mitglied der Investorengruppe. Dieter Graumann vom Zentralrat nannte es "skandalös", dass Kühne von "reinrassig deutsch" gesprochen habe. Dies sei ein "fahrlässiger Gebrauch von Nazi-Begriffen".











