Rekordgewinn
Porsche verdient 8,4 Milliarden Euro
Gewinne gegen den Trend: Der Sportwagenbauer Porsche hat mit cleveren Aktiengeschäften bei der VW-Übernahme einen Rekordgewinn erzielt. Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 3 Milliarden Euro auf 8,57 Milliarden Euro. Andere Autobauer leiden hingegen schon an den Auswirkungen der Finanzkrise. Bei Daimler und BMW bricht der Absatz ein.
Über acht Milliarden Euro Gewinn konnte Porsche trotz Finanzkrise einheimsen. Doch aus dem Bau und Verkauf von Sportwagen stammte lediglich ein Anteil von einer Milliarde Euro des Gewinns, wie die Porsche Holding am Freitag in Stuttgart mitteilte. Den weitaus größeren Teil trugen Effekte aus der Volkswagen-Übernahme bei, vor allem Aktienoptionen. Die Dividende soll nun erhöht werden.
Den Ergebnisbeitrag aus Aktienoptionsgeschäften gab Porsche mit 6,83 Milliarden Euro an, nach 3,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Porsche hat im großen Stil Aktienoptionsgeschäfte abgeschlossen, die auf Barausgleich ausgerichtet sind und mit denen Porsche am kräftig gestiegenen Börsenkurs der VW-Aktie teilnimmt. Mit den Geschäften soll ein weiterer Kauf von VW-Stammaktien abgesichert werden.
Porsche hatte schon früher mitgeteilt, man verfüge über Eigentum oder Optionen bereits über 74,1 Prozent an den VW-Stammaktien. Ziel sei ein Anteil von über 75 Prozent und ein Beherrschungsvertrag.
Für das laufende Jahr zeigte Porsche sich zurückhaltend: "Die Zeichen für einen schwerwiegenden Nachfrageeinbruch in der Automobilindustrie sind jedenfalls unverkennbar. Porsche kann sich diesem Abwärtstrend kaum entziehen, so dass wir gegenwärtig nicht davon ausgehen, den hohen Gesamtabsatz des vergangenen Geschäftsjahres wieder erreichen zu können", erklärte der Konzern. Porsche kündigte eine Erhöhung der Sonderdividende um ein Drittel an.
Bei anderen deutschen Autobauern stehen hingegen seit Wochen die Bänder still. Die üblicherweise zwei Wochen dauernde Betriebsruhe über den Jahreswechsel wird verdoppelt. Wegen der seit dem Sommer herrschenden Absatzflaute bei Mercedes-Benz haben sich die Stuttgarter von ihrem Ziel verabschiedet, den Absatzrekord des Vorjahres von 1,29 Millionen Pkw 2008 zu überbieten.
Der Stuttgarter Autobauer teilte am Freitag mit, er habe im Oktober 21 Prozent weniger Autos der Marke Mercedes Benz als im Vorjahresmonat verkauft. Der Münchner Autohersteller BMW verzeichnete im Oktober ein herbes Minus von 8,3 Prozent weniger Autos weniger verkauften Autos.





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