Wie Autobauer und Zulieferer ihre Produktion kürzen
Die Sorge vor einem Überangebot an Fahrzeugen, vor einer weltweiten Autohalde, lässt die Industrie bei der Produktion auf die Bremse treten. Bereits...
Die Sorge vor einem Überangebot an Fahrzeugen, vor einer weltweiten Autohalde, lässt die Industrie bei der Produktion auf die Bremse treten. Bereits angekündigte Einschnitte:
Volkswagen: 750 Leiharbeiter müssen gehen. In Bratislava (Skoda, Audi, VW) und bei Seat werden weniger Fahrzeuge produziert.
Daimler: Abfindungen sollen etwa in Sindelfingen Mitarbeiter zum Ausscheiden bewegen. Längere Werksferien von rund vier Wochen für insgesamt 150 000 Beschäftigte über Weihnachten. Auswirkungen für das Werk in Hamburg dürften nächste Woche feststehen. 45 000 Fahrzeuge weniger sollen gebaut werden.
Opel: Im Werk Bochum pausiert die Produktion zweimal für zwei Wochen. Auch die Fabriken in Antwerpen (Belgien) und Ellesmere Port (Großbritannien) werden für zwei Wochen geschlossen. Ein neues Abfindungsprogramm ist geplant.
BMW: Unterbricht die Produktion für vier Tage in Leipzig, Regensburg und München. 2008 sollen 25 000 Autos weniger gebaut werden.
Ford: Will Teile der Motorenfertigung für fünf Wochen ruhen lassen. In Köln wurde Kurzarbeit für ebenfalls fünf Wochen angemeldet. 200 Leiharbeiter müssen gehen.
Porsche: Kündigte noch keine Einschnitte an.
Bosch: Schickte 400 Mitarbeiter in Reutlingen-Rommelsbach in Zwangspause. Einige Hundert befristete Verträge laufen aus. Längere Weihnachtspausen und womöglich Kurzarbeit.
Conti: Weltweit bauen die Hannoveraner 5000 Leiharbeitsplätze ab. 1500 Mitarbeiter in Regensburg gehen eine Woche in Werksferien. An allen Conti-Standorten werden weitere Anpassungen geprüft, auch in Hamburg, wo gut 800 Mitarbeiter im Werk der von Conti übernommenen Phoenix arbeiten.
Schaeffler: Die fränkische Gruppe, die Conti übernimmt, kürzt die Produktion.
Karmann: In Abhängigkeit von den Aufträgen der Autobauer will der Zulieferer Fertigung anpassen.




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