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Am Mittag hat sich erneut ein heftiges Erdbeben in Norditalien ereignet

Wirtschaft

Konjunkturprognosen

Hier wird nicht gejammert

Sollte sich etwas verändern in diesem Land? Sollten wir den Titel des Jammerweltmeisters loswerden, noch bevor uns die Chinesen den des...

Sollte sich etwas verändern in diesem Land? Sollten wir den Titel des Jammerweltmeisters loswerden, noch bevor uns die Chinesen den des Exportweltmeisters wegnehmen? Es wäre zu schön.

Alan Greenspan, der frühere Notenbankchef der USA, vergleicht die Wucht der aktuellen Wirtschaftskrise in seinem Land mit jener der frühen 30er-Jahre, ein ökonomischer Albtraum, der im kollektiven Gedächtnis der Amerikaner noch immer fortlebt. Greenspan, der für die Krise durch seine Niedrigzinspolitik mitverantwortlich ist, fürchtet gar um die weitere Entwicklung der Globalisierung.

Erfreulich ruhig verhält sich dagegen die Zunft der Ökonomen in Deutschland. Kommt eine Rezession oder nicht? Die Prognosen der wichtigen Wirtschaftsinstitute sprechen fast allesamt dagegen. Sie blenden die Risiken für die Weltwirtschaft nicht aus, doch sie klingen nüchtern und fundiert. Das ist hierzulande ja nicht selbstverständlich.

Wir dürfen uns erinnern: Vor kaum drei Jahren wurde dieses Land von Ökonomen und Politikern neoliberaler wie linker Schule gleichermaßen heruntergeredet und -geschrieben. "Ist Deutschland noch zu retten?" war der Titel des Bestsellers von Hans-Werner Sinn, dem Chef des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Dann, Anfang 2006, kam der Aufschwung, scheinbar "einfach so". Möglich gemacht haben ihn nicht politische Reformen, sondern die Menschen in den Unternehmen. Vor allem die Tarifparteien haben sich die Trendwende hart erarbeitet. Zum Teil durch jahrelangen Verzicht auf höhere Einkommen.

Doch Schwarzmaler wie Sinn oder den SPD-Linken Ottmar Schreiner sieht man nun leider wieder öfter in den Talkshows. Es wäre schön, wenn sie dort nicht das letzte Wort behielten. Dann hätte sich etwas verändert in diesem Land. Und zwar zum Guten.

 

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