Kissnofrog: Treffen per Video
Es ist immer schwerer, einen passenden Partner zu finden. Davon sind zumindest Bennett Springer (25) und Johannes Wickmann (26) überzeugt und haben deshalb die Speeddating-Onlinepartnervermittlung Kissnofrog gegründet. Seit dem Frühjahr 2007 haben die beiden, die seit der Schulzeit beste Freunde sind, immer wieder zusammen gesessen und an ihrer Firmenidee gearbeitet. Bis sie im Februar dieses Jahres online gegangen sind. "Die Hälfte der Deutschen kann sich inzwischen zumindest vorstellen, einen Partner über das Internet zu finden. Diese Zahl hat uns überzeugt, dass in dem Markt noch viel Potenzial ist", sagt Johannes Wickmann.
Ihre Idee: Das Dating mit Bewegtbildern verbinden. Jeder Nutzer kann auf www.kissnofrog.de ein Profil erstellen lassen und zu einer Speeddating-Runde einladen. Interessierte können sich für eine Teilnahme an diesem virtuellen Treffen bewerben. Während dieser sogenannten Session lernen sich die Teilnehmer in Zwei-Minuten-Videochats kennen. Später können sie entscheiden, will ich den Gegenüber näher kennenlernen oder nicht. "Erst wenn beide Seiten diesen Kennenlernwunsch bestätigt haben, werden die Kontaktdaten ausgetauscht", so Springer. "Der große Vorteil an dieser Form des Online-Datings ist, dass man in kürzester Zeit einen Eindruck erhält, ob ein Mensch interessant für mich ist oder nicht."
Europaweit ist Kissnofrog nach eigenen Angaben derzeit der einzige Anbieter, der Speeddating mit einen Videochat ermöglicht. Knapp 30 000 User haben den Service der Firma bereits in Anspruch genommen. 2500 Paare hätten sich über die Plattform zumindest näher kennengelernt. Ihr Geld wollen Wickmann und Springer künftig unter anderem über Werbung verdienen. Vor einem Videochat soll dann ein Film geschaltet werden. Zudem wird zum Ende des Jahres ein Bezahlmodell eingeführt.




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