Warnstreik bei T-Punkt in Hamburg
Die Telekom sieht sich bei der Suche nach einem Partner für die Geschäftskundensparte T-Systems nicht unter Zeitdruck. Es gehe darum, eine vernünftige Lösung zu finden, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick gestern. Telekom-Chef Rene Obermann hatte gesagt, er rechne "in Kürze" mit einer Vereinbarung. Im Konzernumfeld galt eine Konstellation mit dem amerikanischen IT-Dienstleister Cognizant als wahrscheinlich.
T-Home-Vorstand Timotheus Höttges will Vorwürfen nachgehen, Zehntausende Kundenbeschwerden seien nicht bearbeitet worden. Beim Besuch einer Filiale in Bielefeld habe sich herausgestellt, dass zwar "nicht massenhaft Beschwerden gezielt ignoriert" worden seien, berichtete "Capital". Von einem optimalen Service sei die Telekom aber "an vielen Stellen noch immer weit entfernt", sagte Höttges dem Magazin.
Die Warnstreiks in den T-Punkten wurden gestern bundesweit fortgesetzt. In Hamburg legten laut Ver.di im Telekom-Shop in der Spitaler Straße rund 50 Mitarbeiter ihre Arbeit zeitweise nieder. "Solange der Arbeitgeber nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt, werden wir für Druck sorgen", sagte Arbeitskampfleiter Ado Wilhelm. Die Gewerkschaft verlangt für die bundesweit 5500 betroffenen Arbeitnehmer 6,5 Prozent mehr Lohn.




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