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Wirtschaft

Google mit Milliardengewinn

NEW YORK. Google ist mit immer höheren Milliardengewinnen nicht nur im Internet-Suchgeschäft und der damit verbundenen lukrativen Onlinewerbung, sondern auch an der Wall Street auf der Überholspur. Der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber und Onlinewerbekönig verdiente im dritten Quartal dieses Jahres erstmals mehr als eine Milliarde Dollar. Google erhöhte den Gewinn gegenüber der entsprechenden Vorjahreszeit um 46 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um 57 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar.

Den Neunmonatsumsatz steigerte Google auf 11,8 (7,4) Milliarden Dollar und den Gewinn der ersten drei Quartale auf 3,0 (2,0) Milliarden Dollar. Die Wall Street belohnte dies mit einem Anstieg der Google-Aktien um 3,88 Dollar auf 643,50 Dollar. Die Google-Aktien sind damit innerhalb von Jahresfrist um 53 Prozent gestiegen. Ihr Einstandspreis beim Börsengang vor drei Jahren: 85 Dollar.

Damit haben die Google-Aktien jetzt einen Gesamtwert von mehr als 200 Milliarden Dollar (140 Milliarden Euro). Google hat inzwischen alle Technologie- und Internetwerte mit Ausnahme von Microsoft (Börsenwert 293 Milliarden Dollar) überholt. Die Google-Aktien sind insgesamt mehr wert als die des Netzwerkausrüsters Cisco Systems (199 Milliarden), des Chipherstellers Intel (158 Milliarden) und der Computerbranchenführer IBM (156 Milliarden) und Hewlett-Packard (137 Milliarden). Der Online-Hauptkonkurrent Yahoo! ist mit einem Börsenwert von knapp 40 Milliarden Dollar weit abgeschlagen. Das gilt auch für die Internet-Auktionsfirma Ebay (52 Milliarden) und den weltgrößten Online-Einzelhändler Amazon.com (37 Milliarden).

Google macht den größten Teil seiner Umsätze mit Werbeeinnahmen. Sie resultieren aus Anzeigen, die die Suchergebnisse bei Google begleiten. Die Gesellschaft liegt bei den Online-Suchen und -Werbeeinkünften weit vor den Hauptkonkurrenten Yahoo! und MSN von Microsoft.

Das Unternehmen verbuchte mit seinen eigenen Webseiten im zweiten Quartal Umsätze von 2,7 Milliarden Dollar. Das waren 68 Prozent mehr als im dritten Quartal 2006. Auf den Webseiten der Werbepartner betrugen die Einnahmen rund 1,5 Milliarden Dollar oder 40 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresabschnitt.

Für die beiden jeweils 34 Jahre alten Firmengründer Larry Page und Sergey Brin sowie für Google-Konzernchef Eric Schmidt (52) bedeutet der Aktienhöhenflug einen Milliardensegen. Page und Brin liegen in der Liste der 400 reichsten Amerikaner des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" mit jeweils 18,5 Milliarden Dollar Vermögen auf Platz fünf. Schmidt belegte mit einem Vermögen von 6,5 Milliarden Dollar Platz 48. Das sind allerdings längst überholte Werte nach Kursanstiegen in den vergangenen Wochen.dpa

 

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