Deutsche Bank will zukaufen
Getrieben von blendenden Zahlen strebt die Deutsche Bank weitere Zukäufe im In- und Ausland an.
FRANKFURT. Der Branchenprimus bekräftigte gestern sein Interesse am Kauf der Berliner Bank. Das Privatkundengeschäft in Deutschland solle mit "gezielten Zukäufen" gestärkt werden, sagte Vorstandschef Josef Ackermann auf der Hauptversammlung. Für das laufende Geschäftsjahr sieht Ackermann weiteres Wachstumspotential.
Angesichts bester Bilanzen - 2005 wies die Bank mit 3,5 Milliarden Euro den höchsten Gewinn seit dem Boomjahr 2000 aus - sieht Ackermann seine Strategie bestätigt, die größte deutsche Bank aus einem gefestigten Heimatmarkt in die internationale Spitzengruppe zu bringen. Weltweit rechnet das Institut 2006 mit gut 4,6 Prozent Wachstum.
Aktionäre warfen dem DAX-Konzern trotz der Bekenntnisse der Führungsriege zu Deutschland vor, Kleinanleger und den Heimatmarkt zu vernachlässigen; vor der Frankfurter Festhalle machten gut zwei Dutzend Atomgegner, Globalisierungskritiker und Kleinaktionäre Stimmung gegen die aus ihrer Sicht zweifelhaften Geschäftspraktiken der Bank. Klaus Nieding von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) verwies auf latente Unsicherheiten: Die angekündigte Wiederauflage des Mannesmann-Prozesses und eine dabei drohende Verurteilung des einstigen Mannesmann-Aufsichtsrates Ackermann wegen Untreue belaste die Bank ebenso wie der juristische Dauerstreit zwischen dem Ex-Medienunternehmer Leo Kirch und Breuer um dessen "vorschnelle Äußerungen" zu Kirchs Kreditwürdigkeit.





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