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Wirtschaft

76 000 Tests in 42 Jahren

Am 4. Dezember 1964 beschloß der Deutsche Bundestag nach amerikanischem Vorbild die Gründung der Stiftung Warentest. Im März 1966 erschien das erste "test"-Heft, erste Test-Objekte waren Zickzack-Nähmaschinen und Stabmixer. Zunächst vermittelten die Tester den Verbrauchern nur einen "Gesamteindruck", 1968 wurde das Qualitätsurteil eingeführt: "sehr gut", "gut", "zufriedenstellend", "mangelhaft". Der Effekt war durchschlagend. Egal, ob Staubsauger, Frostschutzmittel, Soßenbinder oder Nasenhaarrasierer - was immer die Berliner mit einem "Mangelhaft" bewerteten, verschwand aus den Regalen.

Im Schnitt wird die Stiftung Warentest zehnmal pro Jahr verklagt, bislang mußte sie in keinem einzigen Fall Schadenersatz zahlen. Insgesamt haben die Warentester bis heute etwa 76 000 Produkte geprüft.

Weltweit arbeitet die Stiftung Warentest inzwischen mit 130 Verbraucherorganisationen zusammen. Im Jubiläumsjahr 2004 waren 50 Warentests der Stiftung Warentest Gemeinschaftstests, bei 46 davon lag die Federführung in Berlin.

Die Warentester zwangen sogar die Deutsche Bahn in die Knie: Am 1. August 2003 kehrte das Unternehmen weitgehend zum alten Bahncard- und Preissystem zurück, nachdem die Tester ihr vernichtendes Urteil verkündet hatten: "Viele fahren teurer!"BaM

 

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