Ver.di kritisiert Schlecker
FRANKFURT. Nach dem Discounter Lidl hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di den Drogeriemarkt Schlecker im Visier: Er blockiert nach Aussagen der Gewerkschaft die Wahl von Betriebsräten für ihre Mitarbeiter. Bei rund 10 000 Schlecker-Filialen bundesweit gebe es lediglich rund 100 Betriebsräte.
"Seit zehn Jahren versuchen wir Betriebsräte bei Schlecker zu installieren, aber viele Mitarbeiter verlieren durch Mobbing den Mut, überhaupt als Betriebsrat zu kandidieren", sagte Ver.di-Sprecherin Dora Riss. Von Schlecker war dazu gestern keine Stellungnahme zu erhalten.
Seitdem vor kurzem insgesamt 91 idea-Filialen vom Drogeriemarktführer Schlecker übernommen wurden, ist bis Ende des Jahres der alte idea-Betriebsrat für die jetzt bei Schlecker Beschäftigten noch zuständig, hieß es. In diesem Zusammenhang habe der Betriebsrat die Befugnis, Schlecker-Filialen aufzusuchen und die Angestellten betriebsrätlich zu beraten. "Hierbei hat man uns behindert und uns wegen Hausfriedensbruchs angezeigt", sagte die Betriebsratsvorsitzende Claudia Schlechta.
Weiter kritisierte Ver.di, bei Schlecker würden unbezahlte Überstunden geleistet sowie Kontrollen von Taschen und Garderobenschränken durchgeführt.




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