Konzept für Hafenausbau gesucht
Hamburg. Wirtschaftssenator Gunnar Uldall muß sich am Montag erneut mit der Zukunft des Hamburger Hafens befassen. Nach der Entscheidung der Norddeutschen Affinerie (NA), den Umschlag ihres Kupferkonzentrats von 2007 an nach Brunsbüttel zu verlegen, ist für Anfang der Woche ein Gespräch mit der Buss-Gruppe anberaumt. Allein drei Terminals des Unternehmens liegen im mittleren Freihafen, wo bis 2010 ein neuer Containerterminal entstehen soll. Die Buss-Gruppe hatte zusammen mit der Robert Eckelmann AG den Umschlag für die NA bewältigt. Allein bei Buss seien 20 Jobs in Gefahr.
"Wir begrüßen es, daß ein neuer Containerterminal entstehen soll. Aber das geht nur parallel mit dem vorhandenen Hafengeschäft", sagt Johann Killinger, Geschäftsführer der Buss-Gruppe, dem Abendblatt. "Wir müssen wissen, wann wir welche Flächen bekommen können und wie teuer das wird." Wenn die Zukunft nicht geklärt sei, bestehe die Gefahr, daß weitere Geschäfte verlorengingen.
Sowohl FDP als auch die SPD kritisierten gestern nach der Entscheidung der NA die Industriepolitik des Senats. Für Burkhard Müller-Sönksen, den wirtschaftspolitischen Sprecher, hat sich Uldall zu spät eingeschaltet. "Mit der teilweisen Abwanderung der NA gehen Hamburg erneut viele Arbeitsplätze verloren, eine mittlere Katastrophe", so der SPD-Landesvorsitzende Mathias Petersen. Es scheine nur eine Frage der Zeit, "bis das ganze Unternehmen Hamburg verläßt".
Da in Brunsbüttel Hafenanlagen vorhanden sind, muß die NA dort nur 30 Millionen Euro statt 50 wie in Hamburg geplant investieren. Bislang wurden 1,3 Millionen Tonnen Kupferkonzentrat auf 60 Seeschiffen nach Hamburg transportiert. Künftig wird in Brunsbüttel auf Flußschiffe umgeladen, die dann nach Hamburg fahren. (stü/rz)




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