17.02.05

HHLA-Tochter schafft 150 Jobs

Logistikbranche boomt und sorgt für neue Arbeitsplätze. In Altenwerder entsteht jetzt eine neue Riesenhalle.

Von Rainer Horn

Hamburg. Der Containerboom im Hamburger Hafen sorgt nicht nur im Umschlag an der Kaikante für neue Arbeitsplätze in der Hansestadt, sondern auch in der anschließenden Abfertigung der importierten Waren. Diese übernehmen zunehmend spezialisierte Logistikfirmen etwa für Anbieter von Elektrogeräten, Zigaretten oder Motorrädern. Die HHLA Rhenus Logistics, eine 2003 gegründete gemeinsame Tochter der HHLA und der Rhenus-Gruppe, will für diese Dienstleistung nun in direkter Nachbarschaft zum modernen Container Terminal Altenwerder (CTA) eine neue 42 000 Quadratmeter große Halle bauen. Der erste Bauabschnitt soll bis zum Jahresende in Betrieb gehen. Mehr als 20 Millionen Euro werden investiert, rund 150 Jobs entstehen dort.

"Unsere Logistik ist eine wesentliche Voraussetzung für das schnelle Umschlagwachstum im Containerverkehr. Der Hafen braucht uns", sagt Michael Schirmaier, Geschäftsführer der HHLA Rhenus Logistics. Seine 220 Beschäftigten öffnen auf zusammen mehr als 200 000 Quadratmetern überdachter Lagerfläche die Container nach dem Löschen vom Frachter, etikettieren und lagern die Ware für die Kunden, stellen Lieferungen zusammen und pflegen die Bestände mit zum Teil spezialisierten Computerprogrammen. "Je mehr Leistungen wir für einen Kunden übernehmen, desto unersetzbarer machen wir uns für ihn. Dadurch ist zugleich der Personalbedarf in unserem Geschäft hoch", sagt er.

Mehr als 50 neue Arbeitsplätze hat das Unternehmen bereits im vergangenen Jahr durch den neuen Großkunden Tchibo geschaffen. Das Unternehmen nutzt 50 000 Quadratmeter Hallenfläche am Standort Dradenau - das entspricht immerhin rund acht Fußballfeldern. "Das war ein Coup für den Standort Hamburg insgesamt", so der zweite Geschäftsführer Heiko Oberländer. Bis zu 700 000 Paletten mit Tchibo-Aktionsware sollen dort pro Jahr abgefertigt werden - zum Großteil Produkte, die per Container den Hafen erreichen und dann an die Tchibo-Verkaufsstellen verteilt werden.

In nur drei Monaten wurden die Anlagen für Tchibo aufgebaut. "Und selbst das anspruchsvolle Weihnachtsgeschäft haben wir ohne Probleme bewältigt. Wir sprechen mit Tchibo bereits über den Ausbau der Zusammenarbeit", so Oberländer. Bis zu 30 000 Quadratmeter zusätzliche Hallenfläche könnten auf der Dradenau derzeit noch neu entstehen.

Der Umsatz der HHLA Rhenus Logistics stieg 2004 bereits von zuvor 12,4 Millionen Euro auf 16,8 Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll die 20-Millionen-Grenze überschritten werden. "20 Prozent Wachstum jährlich trauen wir uns zu", sagt Schirmaier selbstbewußt.

Groß ist jedoch nicht nur der Personalbedarf, sondern auch der Bedarf an brauchbaren Flächen, die möglichst zentral im Hafengebiet liegen sollten, betonen die beiden Geschäftsführer. "Die Nähe zu den Umschlagterminals ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für unsere Hallen", so Michael Schirmaier. Die Container müssen nicht mehr zuerst auf einen Lkw verladen werden, um vom Terminal in die Halle zu gelangen, was sonst bis zu einen Tag Zeitverlust in der Lieferkette ausmachen kann. Die Geschäftsführer sehen aber auch eine wachsende Konkurrenz von Umschlag- und Logistikunternehmen, wenn es um neue Flächen im Hamburger Hafen geht. Das würden die Planer bislang eher unterschätzen.

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