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Wirtschaft

EU-Regeln: Handwerk droht Jobabbau

Hamburg. Sorge bei Hamburgs Handwerkern: Die EU will von 2007 an ausländischen Handwerkern erlauben, in Deutschland zu ihren Tarifen und Rechtsvorschriften zu arbeiten. Umgekehrt gilt das gleiche: Wer als in Deutschland ansässiger Betrieb in Frankreich Klempnerarbeiten anbieten will, braucht sich dann nicht mehr um französische Rechtsvorschriften zu kümmern. Es gilt ausschließlich das Recht des Heimatlandes.

Ein polnischer Gebäudereiniger, der seinen Angestellten drei Euro die Stunde zahlt, tritt in Deutschland dann legal in Konkurrenz zu Unternehmen, die hier knapp acht Euro Tariflohn zahlen müssen, gibt Volker Okun, Geschäftsführer der Gebäudereiniger-Innung zu bedenken. Solch ein Wettbewerb werde hierzulande Arbeitsplätze kosten.

Es drohe außerdem die Gefahr, daß die Betriebe in die EU-Länder abwandern, welche die günstigsten Bedingungen vorzuweisen haben, warnte der Präsident des Gesamtverbandes des Hamburger Handwerks, Josef Katzer. Weiterhin erwarte er, daß deutsche Betriebe Briefkastenfirmen in Polen oder Tschechien gründen, um von dem neuen Herkunftsland aus europaweit tätig zu werden. Dies könne zu einem massiven Verlust von Steuern und Abgaben und zu Verwerfungen im Arbeitsrecht führen. "Wir werden alles tun, um die Interessen der Hamburger Handwerker in dieser Sache zu schützen", sagte dazu Christian Saadhoff, Sprecher der Wirtschaftsbehörde.mw

 

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