Empörung über Manager
Empörung hat beim Betriebsrat die Tatsache hervorgerufen, daß Manager der Phoenix AG - wenn auch legal - von der Übernahme des Autozulieferers durch den Konkurrenten Continental finanziell profitiert haben. "Da haben sich einige Herren noch rechtzeitig die Taschen gefüllt", sagte die stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Silke Falk. Wie berichtet, hatten der aktuelle Vorstand und ein ehemaliges Mitglied des Führungsgremiums durch Aktienkäufe und -verkäufe von Phoenix-Papieren im Vorfeld der Übernahme Geld verdient. Laut einer Liste des Bundesamts für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben sie in mehreren Fällen Optionen von Phoenix-Aktien gekauft und einen Teil der Papiere wieder teurer verkauft.
Optionen beinhalten das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt Aktien zu einem zuvor festgelegten Preis zu erwerben. So zog ein Vorstand am 25. Mai 2004 eine Option und erwarb 32 380 Phoenix-Aktien zum Preis von je 10,10 Euro. Am 28. Mai verkaufte er die Papiere für je 14,90 Euro. Gewinn: 155 424 Euro. Phoenix-Finanzvorstand Hans-Joachim Zwarg hatte die Geschäfte als "ganz legal" verteidigt. Aktienoptionen sind Teil unseres Gehaltes. (bob)




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