Ufa-Krise: Kino in Dresden macht zu
Hamburg/Dresden. Die Krise der deutschen Ufa-Kinos nimmt immer dramatischere Formen an. Zum 30. September stellt der Ufa-Kristallpalast in Dresden seinen Betrieb ein. Die Mitarbeiter hätten bereits die Kündigungen erhalten, sagte der Sprecher des Betreibers Kieft & Kieft, Jan Oesterlin, dem Abendblatt.
Der Hintergrund der Schließung sind Streitigkeiten mit dem Vermieter, dem Immobilienfonds Medico, über die Höhe der Miete. "Unter den jetzigen Bedingungen können wir das Haus nicht mehr weiterbetreiben", sagte Oesterlin.
Deutschlands größter Kinobetreiber Kieft & Kieft hatte erst im Frühjahr vergangenen Jahres die angeschlagenen Ufa-Kinos übernommen und so aus der Insolvenz gerettet. Der Ufa-Kristallpalast befindet sich als einziges Ufa-Kino noch in der alten, mittlerweile zahlungsunfähigen Ufa-Theater GmbH. "Wir haben für diese Gesellschaft lediglich das Management übernommen", betont Oesterlin. Insofern sei der Fall nicht exakt mit den ebenfalls von der Schließung bedrohten Ufa-Kinos in Hamburg zu vergleichen. Der Vermieter der Häuser am Gänsemarkt und am Grindel hat hier der Ufa-Auffanggesellschaft Neue Filmpalast GmbH, die zur Kieft-Gruppe gehört, wegen ausstehender Mietzahlungen gekündigt. "Die Verhandlungen über einen Weiterbetrieb laufen noch", so Oesterlin.



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