12.09.12

Soziales Netzwerk

Marc Zuckerberg räumt Fehler bei Facebook-App ein

In seinem ersten Interview seit dem Börsengang von Facebook bat Gründer Zuckerberg Investoren um Geduld bei der Entwicklung neuer Produkte.

Foto: AFP
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Facebook-Gründer Mark Zuckerberg spricht in San Francisco über die Zukunft des Unternehmens

New York/San Francisco. Mark Zuckerberg, Gründer des sozialen Netzwerkes Facebook, spricht erstmals seit dem Börsengang des Unternehmens in einem Interview. Der 28-Jährige räumte am Dienstag auf einer Konferenz in San Francisco ein, er habe Fehler im Umgang mit der Facebook-App gemacht. Er betonte jedoch, Facebook werde Wege finden, um stärker von der wachsenden Zahl seiner Nutzer zu profitieren, die mit Mobilgeräten auf das soziale Netzwerk zugreifen und bat die Investoren um Geduld bei der Entwicklung von neuen Produkten. Die Kursentwicklung der Facebook-Aktie seit dem Börsengang bezeichnete Zuckerberg als enttäuschend. Das Interview verlieh der Aktie prompt Auftrieb an der Börse. Nach seinen Aussagen kletterte das Papier im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent auf über 20 Dollar. Damit bleibt sie aber immer noch weit hinter dem Ausgabepreis von 38 Dollar zurück.

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Zuckerberg sagte, das Unternehmen haben schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten überstanden. Er machte keine konkreten Ankündigungen, zeigte sich aber zuversichtlich über die Entwicklung von Facebook. Der Facebook-Gründer äußerte sich auf der Konferenz San Francisco Disrupt, die von dem Technologie-Blog TechCrunch veranstaltet wird.

Er habe sich zu lange auf den Standard HTML 5 verlassen, damit die Facebook-App auf möglichst vielen unterschiedlichen Mobilgeräten laufe, erklärte Zuckerberg. Daher sei der Umgang mit der App für viele Nutzer nicht optimal gewesen.

Viele Menschen seien "superpessimistisch", sagte Zuckerberg. "Ich persönlich würde lieber unterschätzt werden." Das gebe Facebook die Freiheit, große Dinge anzupacken. Er betonte, Facebook wolle Geld verdienen und werde das auch auf Mobilgeräten tun. Derzeit werde einfach nicht verstanden, wie "grundlegend gut" der mobile Markt für Facebook sei.

Er könne sich nicht konkret zu langfristigen Projekten äußern und habe auch nichts Genaues anzukündigen, sagte Zuckerberg weiter. Auf die Frage, wie viele Ingenieure derzeit bei Facebook arbeiteten, antwortete er, das könne er nicht auswendig sagen. Zuckerberg wies jedoch Spekulationen zurück, Facebook wolle ein eigenes Handy auf den Markt bringen. "Das wäre ganz klar die falsche Strategie für uns", sagte er.

Das Netzwerk hat fast eine Milliarde Nutzer und wächst weiter. Allerdings steht das Unternehmen vor der Herausforderung, mit diesen Nutzerzahlen Geld zu verdienen, wenn mobile Geräte weniger Platz für Werbung bieten. Zuckerberg kontrolliert mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Facebook-Aktien. Er kündigte kürzlich an, er habe nicht die Absicht, innerhalb der kommenden zwölf Monate Aktien zu verkaufen.

Mit Material von dapd und Reuters

Facebook-ABC: A wie "Aussteigen" bis Z wie "Zuckerberg"
Facebook-ABC: A wie "Aussteigen" bis Z wie "Zuckerberg"
Aussteigen:
Von Facebook offiziell wieder los zu kommen und dabei auch all seine Daten wieder mitzunehmen, ist gar nicht so einfach. Facebook bietet zunächst an, ein Profil zu "deaktivieren", um es bei nächster Gelegenheit wieder aufwachen zu lassen. Das Löschen eines Kontos ist erst der zweite Schritt. Datenschützer kritisieren zudem, dass Facebook auch dann nicht alle Daten von seinen Servern löscht.
Beziehungsstatus:
Er bringt Freud und Leid, wie in der Liebe: Wer den Beziehungsstatus bei Facebook ändert, informiert seine Freunde nicht nur darüber, dass er frisch verliebt, nun verlobt oder dann gar verheiratet ist – sondern bei weiteren Änderungen im Privatleben auch darüber, dass er wieder Single oder gar die Ehe dahin ist. Dafür erhalten die Freunde beim Wechsel des Status' eine Nachricht.
Datenschutz:
Obwohl der US-Konzern eine ganze Büroetage in Hamburg belegt, beharrt er darauf, dass seine juristische Vertretung in Europa in Dublin liegt. Deshalb gelte für Facebook das irische Datenschutzrecht. Das aber ist deutlich laxer. Der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar pflegt trotzdem ein eigenes Profil bei Facebook. Er will so eigene Erfahrung sammeln.
Freunde:
Wer bei Facebook einen Kontakt hinzufügt, macht die Person, wenn sie denn zustimmt, automatisch zum Freund – ob er denjenigen gut kennt oder nicht. Der durchschnittliche Nutzer auf Facebook hat inzwischen 138 Freunde.
Gefällt mir!:
Klicks auf die Schaltfläche mit diesem Ausruf und dem nach oben zeigenden Daumen füttern das Gehirn von Facebook: Das Netzwerk weiß damit, welche Personen, Produkte oder Artikel seine Nutzer mögen. Das geht sogar außerhalb von facebook.com, wenn andere Internetseiten den "Gefällt mir" Knopf benutzen. Laut Facebook klicken Nutzer pro Tag zwei Milliarden Mal "Gefällt mir!".
Gesichtserkennung:
Facebook hat als erstes soziales Netzwerk eine Technologie eingeführt, die biometrische Daten seiner Nutzer gezielt auswertet – ausgelesen aus den Profilbildern. Lädt ein Nutzer ein Foto hoch, das Freunde zeigt, erkennt Facebook, wer darauf zu sehen ist und bietet an, das Foto mit dem jeweiligen Profil zu verknüpfen.
Harvard:
Mark Zuckerberg gründete Facebook 2004 in einem Studentenwohnheim der Bostoner Elite-Uni. Zunächst stand das Netzwerk nur Studenten an bestimmten Universitäten, dann nur Menschen mit einer Uni-E-Mail-Adresse offen.
Identität:
Facebook verlangt, dass sich Nutzer unter ihrem echten Namen anmelden. Falsche Profile können theoretisch gelöscht werden. Das passiert aber nur sehr selten, etwa wenn sie gemeldet werden. Erst einmal in den USA hat Facebook nun damit begonnen, Profile prominenter Nutzer eigenständig zu verifizieren. Dafür wollen die Macher des Netzwerks tatsächlich auch die Personalausweise sehen.
Konkurrenz:
Auf dem Markt der sozialen Netzwerke machen Facebook vor allem zwei Kontrahenten zu schaffen: Der 140-Zeichen-Dienst Twitter und der Internet-Gigant Google. Der hat im Herbst 2011 sein Google Plus freigeschaltet, das ähnlich wie Facebook funktioniert. Den deutschen Klon StudiVZ hat Facebook weitgehend abgehängt. Die VZ-Netzwerke planen nun für den Sommer eine Neuausrichtung.
Organspende:
Der Gründer von Facebook, Mark Zuckerberg, will sich mit seiner Plattform auch gesellschaftlich engagieren: Seit diesem Frühjahr finden Nutzer in ihren Profilen Felder vor, in denen sie sich für Organspenden aussprechen können. Diese Option wurde aber erst einmal nur in den USA und in Großbritannien eingeführt. Ob und wann Facebook auch in Deutschland Organspenden fördert, ist offen.
Partner:
Der Software-Gigant Microsoft ist nicht nur an Facebook beteiligt, sondern arbeitet mit ihm auch eng zusammen. So hat Facebook die Technologie Skype für Videokonferenzen übernommen, nachdem Microsoft den Dienst gekauft hat. Außerdem integriert Facebook zunehmend Microsofts Suchmaschine Bing in sein System.
Stars:
Prominente ziehen auch bei Facebook die Aufmerksamkeit auf sich. So verfolgen allein 55 Millionen Nutzer Nachrichten vom Popstar Rihanna, bei Lady Gaga sind es 50 Millionen. Mit dabei sind auch deutsche Promis wie der Fußballer Manuel Neuer. Er kommt auf fast 700.000 Fans bei Facebook, Bastian Schweinsteiger auf 730.000.
Tod:
Nutzer, die plötzlich aus dem Leben scheiden, hinterlassen ein intaktes Profil. Angehörige können das Profil sperren oder in einen "Trauermodus" überführen lassen. Wählen sie die zweite Möglichkeit, wandelt Facebook die Pinnwand des Verstorbenen in ein Kondolenzbuch.
Top-Themen:
Der Tod der britischen Soulsängerin Amy Winehouse war 2011 das meist diskutierte Thema deutscher Nutzer auf Facebook. Ebenfalls in den Top Ten: Der Ehec-Erreger, die Debatte um das PC-Spiel Modern Warfare und die Doktorarbeit des ehemaligen deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg.
Urheberrecht:
Nur allzu oft zu sehen: Profilfotos, die bekanntere Menschen oder Figuren etwa aus Comics zeigen als die Nutzer, die sich mit den Abbildungen schmücken. Wer urheberrechtlich geschützte Bilder bei Facebook einstellt oder fremde Bilder als Profilfoto nutzt, der macht sich indes strafbar. Hier ist Vorsicht geboten!
Zuckerberg:
Der Gründer des sozialen Netzwerks ist selbst ein begeisterter Nutzer von Facebook. 13 Millionen Nutzer lassen sich von ihm auf dem Laufenden halten – und erfahren so, dass Mark Zuckerberg Hochchinesisch lernt und neulich Vegetarier wurde. Sogar Zuckerbergs Hund Beast hat eine Seite – und auf Facebook eine halbe Million Fans. (dapd)
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