05.09.12

Golf 7

VW startet Vorverkauf – am 10. November im Handel

Mit dem neuen Modell seines Bestsellers positioniert sich Volkswagen gegen die Konkurrenz im wichtigen Segment der Kompaktwagen.

Von abendblatt.de
Foto: VW

Der Golf VII ist etwas breiter und länger, aber zugleich leichter und sparsamer als sein Vorgänger

8 Bilder

Wolfsburg/Berlin. Einen Tag nach der Weltpremiere des VW-Bestsellers in Berlin hat Volkswagen den Vorverkauf für die siebte Golf-Generation gestartet. Die Markteinführung seines wichtigsten Modells in Deutschland hat Europas größter Autobauer auf den 10. November festgelegt, wie die Wolfsburger am Mittwoch mitteilten.

Dann soll der Wagen bei den Händlern stehen. Bei der Vorstellung am Dienstagabend in der Neuen Nationalgalerie in der Hauptstadt hatte Vorstandschef Martin Winterkorn die Bedeutung des Modells erneut betont: Der Golf sei "das mit Abstand wichtigste Fahrzeug" für VW. Er nannte den Golf ein Vorbild für die Konkurrenz. "Was der Golf vormacht, dem eifern andere nach", sagte der VW-Chef.

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Mit dem Generationswechsel erhöht VW im wichtigsten Fahrzeugsegment den Druck auf die Konkurrenz: Der Wolfsburger Konzern senkt den Preis für die neue Generation des Kompaktwagens Golf effektiv um 445 Euro. Zwar kostet die Basisversion des Golf 7 unverändert 16.975 Euro. Allerdings bekommt der Kunde dafür nun den 85-PS-Golf und nicht mehr die 80-PS-Version, die abgeschafft wird.

VW geht davon aus, dass der Wagen weiter das Segment anführen wird. Der Golf werde "die Nummer eins seiner Klasse" bleiben, sagte Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Der Golf wird nach einem völlig neuen Produktionsmodell mit dem Namen MQB gefertigt, der dem Konzern Einsparungen gegenüber dem Vorgängermodell von 20 Prozent bringen soll. Laut Hackenberg werden diese Einsparungen schon jetzt sichtbar, obwohl der neue Golf erst seit wenigen Wochen vom Band läuft.

VW gibt die Kostenvorteile über den Preis offenbar zumindest teilweise an die Kunden weiter: Das neue Auto ist technisch deutlich anspruchsvoller als der Vorgänger Golf 6 und wird mit mehr und besseren Funktionen angeboten, etwa einer Bremse, die den Wagen nach einer Kollision auf der Spur hält. Außerdem bekommt der Golf serienmäßig Start-Stopp-Automatik, elektrische Handbremse, sieben Airbags, Klimaanlage oder Radio mit Touchscreen.

+++ VW drückt alten Golf mit Rabatten in den Markt +++

Indirekt wird der Wagen so nochmal billiger und konkurrenzfähiger gegenüber Rivalen wie Opel Astra oder Renault Megane. VW gewinnt seit Monaten vor allem in Europa Marktanteile und bedrängt so die anderen Marken immer mehr.

Die siebte Auflage des Erfolgsmodells ist nach VW-Angaben 100 Kilogramm leichter, sechs Zentimeter länger und rund einen Zentimeter breiter als der Vorgänger. Der Spritverbrauch soll durch das niedrigere Gewicht in den sparsamsten Versionen um bis zu 23 Prozent fallen – auf 4,8 Liter je 100 Kilometer beim Benziner und rund 3,3 Liter in der Dieselversion.

Das Modell ist nach früheren Angaben von Winterkorn das wichtigste Auto des Wolfsburger Herstellers. Die Produktion läuft bereits seit mehreren Wochen unter größter Geheimhaltung in den Werken Wolfsburg und Mosel. Im vergangenen Jahr verkaufte VW etwa 900.000 Stück des Klassikers. Vertriebschef Christian Klingler wollte sich nicht zu Absatzzielen der neuen Generation äußern

Zur Weltpremiere hatte der größte Autobauer Europas mehrere Hundert Gäste in die Neue Nationalgalerie in Berlin geladen. Vor der Tür der von der Polizei streng abgeschirmten Veranstaltung demonstrierte die Umweltschutzorganisation Greenpeace gegen VW. Greenpeace ist der neue Golf immer noch nicht sparsam genug.

Mit Material von dapd/dpa

Der neue Golf 7: Wichtige Zahlen und Daten
Der neue Golf 7: Wichtige Zahlen und Daten
Länge: 4,255 Meter (5,6 Zentimeter länger)
Breite: 1,799 Meter (1,4 Zentimeter breiter)
Höhe 1,452 Meter (2,8 Zentimeter flacher)
Kofferrauminhalt: 380 Liter (30 Liter mehr)
Gewicht: 1.150 Kilo (bis zu 100 Kilo weniger)
Verbrauch: Benziner 4,8 Liter, Diesel 3,3 Liter; jeweils sparsamste Version
CW-Wert für Luftwiderstand: 0,27
Gesamtzahl aller je gebauten Golfs: Über 29 Millionen
Produktion im Jahr 2011: 914.000
Wichtigstes Produktionswerk: Wolfsburg
Geschätzter VW-Umsatz mit dem Golf pro Jahr: 18 Milliarden Euro (dapd)
Der VW Golf – Bestseller aus Wolfsburg
Der VW Golf – Bestseller aus Wolfsburg
Der VW Golf zählt zu den erfolgreichsten Autos weltweit. Mehr als 26 Millionen Fahrzeuge verkaufte der Autobauer Volkswagen.
Die Produktion der siebten Golf-Generation ist gerade in Wolfsburg und Zwickau angelaufen.
Die Serienfertigung des ersten Golf nach den Entwürfen des Italieners Giorgio Giugiaro begann am 29. März 1974 im VW-Werk in Wolfsburg.
Im Oktober 1976 waren eine Million Autos verkauft, 2002 löste der Golf den Käfer als meistgebautes VW-Modell ab.
Er wurde zum Wegbegleiter einer ganzen "Generation Golf".
Das Auto gibt es auch als leistungsstärkeren GTI, als Cabrio und als Kombi Variant.
Aktuell wird der Golf an drei Standorten in Deutschland sowie in Werken in Mexiko, Brasilien und China produziert.
Allein in Wolfsburg sind 20.000 von den 51.600 Mitarbeitern direkt in Produktion, Entwicklung und Vertrieb des Golf eingebunden. (dpa)
Modularer Querbaukasten bei VW – was bedeutet das?
Modularer Querbaukasten bei VW – was bedeutet das?
Der Name klingt wie Lego – ist aber die modernste Technik aus dem Autobau: Modularer Querbaukasten (MQB). Ausgedacht hat sich das Wortungetüm der Volkswagen-Konzern, der damit ein Konstruktionsprinzip in der Fahrzeugentwicklung beschreibt, nach dem die meisten Autos des Herstellers entstehen sollen.
Als erster Wagen steht der neue Audi A3 auf der Basis, es folgt zurzeit die neue Golf-Generation. Doch die neue Technik birgt ein enormes Risiko.
Darum geht es: Langfristig sollen alle VW-Fahrzeuge mit quer eingebautem Motor, also vom Polo bis zum Passat, auf Grundlage einheitlicher Teile gebaut werden. Motor, Lenkung, Pedalerie, Hinterachse, Klimaanlage, Elektronetz und viele andere Komponenten werden bei diesen Autos weitgehend einheitlich.
Beispiel: Der Abstand vom Motor zu den Pedalen ist für alle Modelle festgelegt. Das erleichtert die Montage der Autos enorm. So sollen bei VW bald bis zu vier verschiedene Modelle auf einem Band laufen.
Unterschiedlich bleiben die Autos in der Länge und Breite, der Form der Karosserie und der Innenausstattung.
Vom MQB verspricht sich der Konzern gigantische Kostenvorteile. Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg nennt Einsparziele von 20 Prozent bei den Stückkosten und 30 Prozent bei der Montagezeit. NordLB-Analyst Frank Schwope schätzt, "ein dreistelliger Millionenbetrag pro Jahr" sei mindestens zu erreichen.
Der große Fortschritt besteht darin, dass VW die Zahl der für die unterschiedlichen Modelle benötigten verschiedenen Teile radikal senken kann. Dadurch entsteht ein sogenannter Skaleneffekt: Von den identischen Teilen werden gigantische Mengen bestellt. Die Zulieferer können deshalb bessere Preise machen.
Ein weiterer Vorteil des MQB: Auch Nischenmodelle mit niedriger Stückzahl wie Cabrios oder Roadster rechnen sich plötzlich, weil sie schnell und für wenig Geld entwickelt und gebaut werden können.
Auch die Kunden sollen vom Plattformwechsel profitieren: "Wegen des hohen Volumens kann VW sich Teile leisten, die sonst nur in der Oberklasse eingebaut werden", sagt Firmensprecher Christian Buhlmann.
Der Wechsel ist aber auch gefährlich: Wenn ein Qualitätsproblem etwa mit fehlerhaften Teilen auftritt, dann gleich millionenfach.
Das hat zuletzt Toyota erlebt und musste mit tiefen Kratzern auf dem früher makellosen Image als Qualitätshersteller büßen.
Deshalb wird der Anlauf des Golf 7 in Wolfsburg zurzeit überwacht wie noch nie. (dapd)
Volkswagen-Halbjahr in Zahlen
Volkswagen-Halbjahr in Zahlen
Der Volkswagenkonzern hat am 26. Juli 2012 seine Halbjahreszahlen vorgelegt. Die Eckpunkte:
Umsatz: 95,4 Milliarden Euro
Operativer Gewinn: 6,5 Milliarden Euro
Nettogewinn: 8,8 Milliarden Euro
Mitarbeiter: 519.000
Flüssige Mittel: 15 Milliarden Euro
Gewinn allein in China: 1,8 Milliarden Euro
Operativer Gewinn Audi: 2,9 Milliarden Euro
Operativer Gewinn Marke Volkswagen: 2,2 Milliarden Euro (dapd)
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