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Wirtschaft

Euro: Wirtschaft drängt Kanzler zum Handeln

Prominente Vertreter der deutschen Wirtschaft haben Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgefordert, die Euro-Aufwertung zu bremsen. Nach der Absage der Europäischen Zentralbank (EZB) an eine Zinssenkung müssten andere Maßnahmen ergriffen werden, damit die Konjunktur in Gang komme. "Wenn es keine EZB-Zinssenkung gibt und womöglich der Aufschwung in Gefahr gerät, müssen die wirtschaftspolitisch Verantwortlichen ein Signal setzen", verlangte Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, im "Tagesspiegel". Die Verantwortlichen in Europa könnten etwa gemeinsam ihre Altersvorsorgesysteme auf eine finanzierbare Basis stellen oder den Protektionismus im Agrarsektor beenden. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hält eine Senkung der Leitzinsen von bis zu einem halben Prozentpunkt für "richtig und zum jetzigen Zeitpunkt angebracht", wie DIW-Präsident Klaus F. Zimmermann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Eine Zinssenkung wäre ein unübersehbares Signal an die internationalen Finanzmärkte, die Aufwertung des Euro zu stoppen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag riet dem Kanzler, das Thema Wechselkurse nicht nur wie derzeit in den USA, sondern auch in Asien anzusprechen. Grundsätzlich sei es sinnvoll, die Wechselkurspolitik politisch zu begleiten.HA

 

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