Fondsanbieter
Dekabank erwartet Rückschläge für das zweite Halbjahr
Der Fondsdienstleister der Sparkassen spürt Misstrauen der Kunden. Dekabank zeigt sich dennoch zufrieden mit dem ersten Halbjahr.
Frankfurt/Main. Der Fondsanbieter Dekabank stellt sich wegen turbulenter Märkte auf Rückschläge im zweiten Halbjahr 2012 ein. Vorsorglich packte das Institut pauschal 80 Millionen Euro in die Risikovorsorge – für eventuelle Wertberichtigungen oder Ratingsprünge.
"Wir sind aber zuversichtlich, dass wir das wirtschaftliche Ergebnis des vergangenen Jahres übertreffen können", sagte der kommissarische Vorstandsvorsitzende Oliver Behrens anlässlich der Zahlenvorlage am Mittwoch in Frankfurt.
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In den ersten sechs Monaten erwirtschaftete der Fondsdienstleister der Sparkassen ein wirtschaftliches Ergebnis von 313,8 (Vorjahreszeitraum: 336,6) Millionen Euro. Diese Kernkennzahl der Bank bildet Erträge minus Aufwendungen ab. Im Gesamtjahr 2011 war der Gewinn wegen der Euro-Schuldenkrise und eines schwachen Fondsgeschäfts drastisch eingebrochen, das wirtschaftliche Ergebnis sackte auf 383,1 Millionen Euro ab.
Der Fondsverkauf an Privatkunden schwächelt weiter. Im ersten Halbjahr flossen mehr Gelder ab, als neue eingesammelt werden konnten. Die Nettovertriebsleitung bei Wertpapierfonds betrug minus 3,2 Milliarden Euro. "Im niedrigen Zinsumfeld sind Anleger verunsichert, das wird noch eine Weile anhalten", erklärte Behrens. Immobilienfonds dagegen sammelten netto 1,1 Milliarden Euro ein.
Der Vorstand kündigte personelle und strukturelle Veränderungen im Management der Wertpapierfonds an. Zudem wird erwartet, dass der Verwaltungsrat am 12. September die Weichen für ein größeres Zertifikate-Angebot der Deka stellen wird. "Klar ist, dass viele Sparkassen wollen, dass die Deka das Wertpapierhaus der Sparkassen wird", sagte Behrens.
Umsetzen wird das dann ab 1. November der neue Deka-Chef Michael Rüdiger. Behrens wird dann Vize-Chef. Der Credit-Suisse-Manager Rüdiger wird Nachfolger von Franz Waas, der Anfang April wegen eines Streits um Millionen-Boni seinen Posten räumen musste . (dpa)
















