29.08.12

Mittwoch, 29. August 2012

Messe-Splitter von der IFA 2012: Samsungs neues Tablet

Fernseher, mobiles Internet, Haushaltsgeräte, Tablets, Smartphones: Die wichtigsten Neuheiten und Trends von der Berliner Elektronikmesse in Kürze.

Foto: REUTERS
Workers prepare the Medion booth before the IFA consumer electronics fair in Berlin
Die IFA in Berlin ist eine der ältesten deutschen Industriemessen: Was 1924 als Funkausstellung begann, gilt heute flächenmäßig als weltgrößter Branchentreff der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik

Berlin. In Berlin trifft sich wieder die internationale Elektronikbranche unter dem Funkturm und präsentiert in den Messenhallen bis zum 5. September das Neueste aus der bunten Welt der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Ob Produktpremieren, Fernseher mit Internet, OLED-Displays, sparsame Haushaltsgeräte, vernetzte Autos oder die globalen Gefahren durch Cyber-Kriminelle – die wichtigsten Produkte, Nachrichten, Hintergründe und Trends im Überblick:

20:35 Uhr: Samsung läutet mit neuem Tablet heißen Herbst ein

Samsung Electronics hat mit der Präsentation seines neuen Tablet-Computers den heißen Herbst mit zahlreichen Produktneuheiten in der Technologiebranche eingeläutet. Die Südkoreaner präsentierten im Vorfeld der Internationalen Funkausstellung in Berlin in Apple-Manier mit viel Show und vor mehr als Tausend Interessierten die zweite Generation ihres Galaxy Note. Im wichtigen Weihnachtsgeschäft soll das Gerät dem iPad von Apple Konkurrenz machen. (rtr)

16:45 Uhr: Neue Produkte sollen Sony aus dem Abseits helfen

Zu den Sony-Neuheiten auf der IFA gehören Tablet-Computer und Smartphones, die künftig einheitlich unter der Marke Xperia vermarktet werden. Dazu bietet Sony auch einen neuen Musik-Streaming-Dienst an. Außerdem zeigt Sony auf der IFA einen Laptop der Modellreihe Vaio, der sich mit einer speziellen Mechanik in einen Tablet-Computer umwandeln lässt. Ein Fernseher mit einer Bildschirmdiagonalen von 2,13 Metern (84 Zoll) verspricht aufgrund einer neuen Technik eine vier Mal so hohe Auflösung im Vergleich zu einem üblichen TV-Gerät mit Full-HD. (dpa)

+++ Experte: Smart-TVs bald im Fokus von Cyber-Kriminellen +++

16:35 Uhr: Asus setzt auf Vielfalt seiner mobilen Geräte

Asus will sich mit einer ganzen Palette unterschiedlicher mobiler Rechner und Tablets für die Zukunft rüsten. Am ersten Messetag der IFA präsentierte das taiwanische Unternehmen neue Ultrabooks, sogenannte Convertibles und Tablet-PCs. Das Tablet habe die Nutzergewohnheiten der Verbraucher verändert, sagte Sun. Asus will unter anderem eine Reihe neuer Ultrabooks auf den Markt bringen, die sich den verschiedensten Verwendungen anpassen sollen. Das neue Asus Transformer Book etwa sei das erste Ultrabook, dessen Display sich auch separat als Tablet nutzen lasse, sagte Produktmanager Haris Musemic. (dpa)

+++ Mehr Auswahl, weniger Übersicht: die Fernseh-Zukunft +++

13.25 Uhr: Kühlschränke jetzt so sparsam wie Energiesparlampen

Die Hersteller von Haushaltsgeräten treiben die Sparsamkeit im Haushalt weiter auf die Spitze. Bosch stellte einen Kühlschrank vor, der noch sparsamer ist als eine Energiesparlampe. Miele wiederum kündigte für 2013 erste Geschirrspüler und Wäschetrockner an, die Energie für heiße Luft oder Warmwasser über Solarmodule auf den Dächern ziehen. Doch auch der Wunsch nach Bequemlichkeit wird bedient: Siemens bringt dafür einen Kühlschrank mit eingebauter Kamera auf den Markt. Verbraucher können so per Handy von unterwegs nachschauen, ob und was sie einkaufen müssen. (dapd)

13.17 Uhr : IFA verpasst knapp Aussteller-Rekord

Die Elektronik- und Hausgerätemesse IFA schrammt in diesem Jahr knapp an einer neuen Bestmarke bei der Zahl der Aussteller vorbei. Auf der Schau unter dem Funkturm präsentieren sich ab Freitag 1439 Aussteller dem Publikum und damit zwei weniger als 2011. Trotz der etwas geringeren Ausstellerzahl steigt aber die Fläche der Schau. Bereits vor einer Woche hatten die Veranstalter mitgeteilt, dass die IFA mit 142.200 Quadratmetern in diesem Jahr erneut wächst und damit einen Bestwert markiert. (dadp)

12.20 Uhr: Siemens hofft auf andauernden Kochshow-Boom

Die Hersteller von Herden und Küchenzubehör bauen auf den weiteren Boom der Kochshows im deutschen Fernsehen. "Uns tut das gut. Bitte weiterkochen, das belebt die Branche", sagte Roland Hagenbucher, Leiter der Hauselektroniksparte von Siemens. Hagenbucher führte "die steigende Zahl an Hobbyköchen" dabei direkt auf die Sendungen mit Starköchen zurück: "Sie werden von den vielen Fernsehsendungen motiviert." (dapd)

10.44 Uhr: Geräte-Steuerung dominiert Entwicklung in der Elektronik

Neue Formen der Bedienung stehen laut einer Studie der Unternehmensberatung Deloitte derzeit im Zentrum der Entwicklung in der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Die Steuerung durch Bewegungen, Gesten, Sprache und Gesichtserkennung sei ein "absoluter Modetrend", sagte Deloitte-Manager Klaus Böhm. Das gelte sowohl für mobile Geräte als etwa auch Fernseher.

+++ Neue Runde im Wettbewerb der Tablet-Computer +++

Die Untersuchung zählt insgesamt vier Haupttrends auf: Neben der Steuerung stünden die Einbindung von sozialen Angeboten, der Suche und der Vernetzung mit anderen Geräten im Fokus. Daneben gewinne das Thema der Standards an Bedeutung. "Wir erwarten, dass es hier eine Konsolidierung geben wird", sagte Böhm. So bemühe sich die Industrie um gemeinsame Normen, zudem setzten große Anbieter wie Apple und Google mit ihren Plattformen eigene Standards. (dapd)

+++ Messestart: Fernseher mit Internet im Fokus +++

9.53 Uhr: Gigaset setzt auf Festnetztelefone mit Android

Der Telefonhersteller Gigaset stellt auf der IFA ein Konzept für ein Festnetztelefon mit dem Betriebssystem Android vor. Verbraucher sollen in Zukunft auch mit Heimgeräten auf den Google Play Store mit seinen rund 600.000 Apps zugreifen können, wie Gigaset am Mittwoch mitteilte. Das Gigaset SL 930 soll im Sommer 2013 auf den Markt kommen. (dapd)

+++ Die Highlights der IFA: Smart TV, OLED und Ultrabooks +++

9.50 Uhr: Samsung mit fünf Weltpremieren auf der IFA

Samsung will auf der IFA in Berlin fünf Weltpremieren vorstellen. Der südkoreanische Elektronikriese wird zusammen mit LG zu den ersten gehören, die auf der IFA einen Flachbildfernseher mit einem 55 Zoll großen OLED-Bildschirm präsentieren. Die neue Technik ermöglicht eine deutlich bessere Bildwiedergabe und die Herstellung von hauchdünnen Displays. Neben neuen Smart-TVs wird Samsung voraussichtlich auch einige neue Tablets und Smartphones im Gepäck haben – Details sind noch nicht bekannt. (dpa)

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Wichtige Infos für IFA-Besucher
Wichtige Infos für IFA-Besucher
Dauer: 31. August bis 5. September 2012
Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Messegelände Berlin
Eintrittspreise für Privatbesucher:
Vorverkauf bis einen Tag vor Beginn: Tageskarte 11 Euro; Tageskasse: Tageskarte 15 Euro; ermäßigt 11 Euro. Schülerticket 6,50 Euro, Schulklassenticket 35 Euro; Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder) 31 Euro; Happy-Hour-Ticket 9 Euro (ab 14.00 Uhr)
Verkehrsverbindungen:
Bus: X34, X49, 104, 139, 149, 218 bis Haltestelle Messedamm/ZOB/ICC
S-Bahn: Messe Süd - S3, S9, S75. Messe/Nord/ICC - S41, S42, S46. Westkreuz - S3, S5, S7, S41, S42, S46, S75
U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm
Auto: Das Leitsystem "Messegelände" an den A10-Abzweigen "Nuthetal", "Oranienburg", "Schönefelder Kreuz" und "Pankow" führt direkt auf die Stadtautobahnen A111, A115 (Avus) und A100 zum AB-Dreieck "Funkturm", Ausfahrt "Messegelände". Fahrer auf der Avus sollten mehr Zeit einplanen, dort wird gebaut. (dpa)
Die IFA 2012
Die IFA 2012
Am 31. August öffnet mit der IFA in Berlin die wichtigste europäische Branchenmesse für Heimelektronik und Haushaltsgeräte. Bis 5. September zeigen die Hersteller auf dem Messegelände unter dem Funkturm dann neue Produkte und ihr aktuelles Sortiment.
Wie viele Aussteller in diesem Jahr auf der IFA vertreten sein werden, wurde noch nicht bekannt. Die Nachfrage nach Standplätzen für die 52. Auflage der Schau sei aber auch in diesem Jahr größer als das Angebot, hieß es. Außerdem soll die Ausstellungsfläche nochmals wachsen.
Im vergangenen Jahr hatten sich 1.441 Aussteller auf 140.200 Quadratmetern den insgesamt 238.000 Besuchern präsentiert. Weil neben Elektronik auch Haushaltsgeräte im Programm sind, nennen die Veranstalter – die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und die Messe Berlin – ihre Schau nicht mehr Internationale Funkausstellung, sondern nur noch kurz IFA.
Neben den Geräteherstellern zeigen sich auf der IFA auch Künstler. Im Sommergarten der Messe sollen in diesem Jahr unter anderen der Komiker und Musiker Helge Schneider sowie Soulsänger Xavier Naidoo auftreten. Eine Tageskarte für die IFA kostet im Vorverkauf 11 und an der Kasse 15 Euro. Schüler zahlen ermäßigt 6,50 Euro. (dapd)
IFA-Trends 2012 auf einen Blick
IFA-Trends 2012 auf einen Blick
Am 31. August startet die Elektronikmesse IFA in Berlin. Die wichtigstens Trends im Überblick:
Smart TV:
Zuletzt haben die Livestreams bei den Olympischen Sommerspielen demonstriert, wie wichtig die Bilder aus dem Internet geworden sind. Die TV-Geräte mit Internet-Anschluss bringen klassisches Fernsehen und Online-Dienste zusammen. Das können auch Angebote von Online-Videotheken oder Facebook sein. Auf der diesjährigen IFA werden mehr Fernseher denn je auch ins Internet gehen können.
OLED:
Die Elektronik-Konzerne haben jahrelang an der Technik geforscht. Die OLED-Displays (Organic Light-Emitting Diode) haben kontrastreiche Farben und sind noch deutlich dünner als aktuelle LCD-Bildschirme. Weil sie aber auch deutlich teurer waren, kamen sie bisher vor allem in Handys zum Einsatz.
Der erste OLED-Fernseher hatte einen Bildschirm in Tablet-Größe, aber einen stolzen Preis von1200 Dollar.mit Hilfe des Internets an die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage anpassen. Dieses Jahr stellen Hersteller wie Samsung und LG in Berlin auch große Geräte aus.
Nahtlos von Bildschirm zu Bildschirm:
Video wird mehr denn je auch auf Smartphones und Tablet-Computer gesehen. Die neuen Online-Dienste ermöglichen auch einen komfortablen Wechsel zwischen verschiedenen Geräten. Die Eintrittshürde ist eine gut funktionierende Cloud-Infrastruktur, mit der die Daten abgestimmt werden.
Vernetzt im Auto:
Der Autokonzern Ford war schon vergangenes Jahr auf der IFA dabei und kommt jetzt wieder. Die Vision ist, dass sich das Auto mehr als bisher in den digitalen Lebensstil einfügt. Es soll nicht nur die Musik aus dem Smartphone oder anhand von Karten die Strecke berechnen, sondern den Weg sich mit Hilfe des Internets an die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage anpassen. (dpa)
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