29.08.12

Opel

Die deutsche Automarke mit dem Zickzackkurs

Adam Opel baut erst Nähmaschinen. Vor 150 Jahren gründet er sein Unternehmen, wird größter deutscher Autobauer - vom Glanz ist wenig geblieben.

Foto: Adam Opel AG
Opels Autopremiere: Der Motorwagen 10/12 PS von 1902
Opels Autopremiere: Der Motorwagen 10/12 PS von 1902

Als Adam Opel im Sommer 1862 mit der Hessischen Ludwigs-Bahn aus Paris in die Heimat zurückkehrt, ist er voller Tatendrang und Zuversicht: Von den Wanderjahren inspiriert und motiviert, gründet der Schlosserlehrling am 23. August in Rüsselsheim seine eigene Firma. Zunächst geht es ihm nur um die Herstellung von Nähmaschinen. Doch legt Opel mit der Arbeit erst noch in der väterlichen Werkstatt und dann in einem ehemaligen Kuhstall vor exakt 150 Jahren das Fundament für einen Automobilhersteller, der in seiner Geschichte immer wieder Pioniertaten vollbringt - und für Schlagzeilen sorgt.

Die meiste Zeit sind es rundweg gute Nachrichten, die da aus Rüsselsheim kommen: Immerhin bringt Opel als erstes Unternehmen die Fließbandproduktion nach Deutschland. Während Mercedes oder Horch vor allem die Reichen und Mächtigen bedient haben, steht Opel lange vor Volkswagen für die halbwegs bezahlbare Mobilisierung des Bürgertums. Opel - das sind Erfindungen wie den Raketenwagen RAK2 oder der Corsa Eco 3 als erstes echtes Öko-Auto. Und zwischendurch haben es die Hessen sogar zum größten Automobilhersteller in Europa sowie in vielen Klassen zum Marktführer in Deutschland Welt gebracht.

+++ Opel hat Geburtstag und geht in Kurzarbeit +++

+++ Autoblitz strahlt nicht mehr – Zukunft ist ungewiss +++

Doch seit den 1980er-Jahren hat der markante Blitz im Markenlogo stetig an Strahlkraft verloren. Selbst innovative Modelle wie der Minivan Zafira, das kleine Coupé Tigra, der leidenschaftliche Calibra und das allerorten gelobte Flaggschiff Insignia konnten den Niedergang doch nicht stoppen: Fehler in der Produktplanung, der ewige Streit mit der amerikanischen Konzernmutter in Detroit, dazu die Konjunkturflaute und die Finanzkrise haben Opel aktuell zu einem traurigen Sanierungsfall gemacht. Die Marktanteile brechen weg, der Absatz stockt, die Fabriken laufen mit Standgas, die Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs, und positive Schlagzeilen gibt es selbst zum 150. Geburtstag kaum. Dabei hat alles so gut angefangen. Damals.

Zwar sind Opels Nähmaschinen schnell begehrt, doch setzt der Schlosser frühzeitig auch auf das Mobilitätsbedürfnis seiner Kunden und erweitert sein Programm um Fahrräder: 1886 verlässt das erste Velociped seine Fabrik. Die Fahrräder aus Rüsselsheim sind so populär, dass Opel Mitte der 1920er-Jahre zum größten Zweiradproduzenten der Welt aufsteigt. Da ist es mit Muskelkraft allein nicht mehr getan; längst baut das Unternehmen da auch schon Motorräder.

+++ General Motors versenkt 620 Millionen Dollar in Europa +++

1899, vier Jahre nach dem Tod Adams, denken seine Nachfolger noch einen Schritt weiter und starten ins Automobilgeschäft: Sie kaufen dem Erfinder Friedrich Lutzmann dessen Dessauer Motorenfabrik ab, machen ihn zum Direktor der Opel-Fahrzeugwerke und glänzen noch im selben Jahr mit der Premiere des "Patent Motorwagen Systems Lutzmann". Drei Jahre später präsentiert Opel im Herbst 1902 Opel mit dem Modell 10/12 PS seine erste Eigenkonstruktion. Die Rechnung der Rüsselsheimer geht auf: Bis 1906 verlassen bereits mehr als 1000 Fahrzeuge die Werkshallen. 1914 haben sie alle Konkurrenten überflügelt: Jetzt ist Opel der größte Autoproduzent in Deutschland.

Dafür sorgen vor allem erschwingliche Erfolgsmodelle wie der "Doktorwagen" (1909) und das "Puppchen" (1914). Vom Erfolg beflügelt, werden die Hessen innovativ und abenteuerlustig: Sie führen mit dem wegen seines grasgrünen Lacks zum Laubfrosch getauften Kleinwagen 4/12 PS im Jahr 1924 als erster deutscher Hersteller die Fließbandproduktion ein und experimentieren mit dem Raketenantrieb. 1928 erreicht Fritz von Opel damit in einem Prototypen auf der Berliner Avus aberwitzige 238 km/h, und ein Jahr darauf gelingt den Entwicklern in Frankfurt mit dem RAK1 sogar der erste, wenn auch kurze, bemannte Raketenflug der Welt, stolz vermeldet in der Opel-Chronik.

Die Weltwirtschaftskrise holt die Hessen zum Ende des Jahrzehnts wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und treibt sie in die Arme des amerikanischen Großkonzerns General Motors. Zwar wird Opel auch heute noch als deutsche Firma wahrgenommen, doch gerade dies erschwert vor allem die Krisenkommunikation der letzten Jahre dramatisch. Tatsächlich ist das Unternehmen schon 1929 zu 80, seit 1931 zu 100 Prozent in amerikanischer Hand.

Mit dem, was Opel selbst einen "starken Partner" nennt, kommt die Marke gut durch die Krise und punktet weiter mit innovativen Technologien und attraktiven Modellen: Sie bringt das erste deutsche Auto mit selbsttragender Karosserie, legt mit dem ersten Kadett den Grundstein für den Astra als Dauerbrenner in der Kompaktklasse und wird mit mehr als 120 000 Fahrzeugen im Jahr zum größten Autohersteller in Europa. Auch nach dem Krieg erwischt Opel mit den Amerikanern im Rücken einen guten Start. Nicht allein der VW Käfer, auch Modelle wie Olympia, Olympia Rekord, Rekord P1 und Kapitän begleiten die Deutschen durch das Wirtschaftswunder.

+++ Absatz bricht weiter ein - Chef-Wahl am Nachmittag +++

In den 1960er-Jahren kommen zu den Brot-und-Butter-Modellen die ersten Lifestyle-Autos, die damals noch Sportwagen hießen: Der GT, der Manta und der Commodore lassen den Blitz heller strahlen denn je. Selbst in der Oberklasse zeigt Opel mit Kapitän, Admiral und Diplomat Flagge. Damit bietet Opel dem aufstrebenden Konkurrenten VW lange Paroli. Noch 1972 sind die Hessen der erfolgreichste Autohersteller im Land.

Doch die Folgen der Ölkrise in den 70er-Jahren werden zum Tiefschlag: Zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten schreibt Opel rote Zahlen. Mit diesem Wendepunkt beginnt eine Zeit missratenen Dauerkrisenmanagements. Die Abstimmung zwischen der Zentrale in Detroit und dem Europasitz in Zürich klappt nicht, die Vorstände wechseln zu schnell, und als dann auch noch der Sparkommissar José Ignacio López de Arriortúa nach Rüsselsheim kommt, wird die Talfahrt richtig rasant. Die Modelle werden austauschbar. Ohne Not meldet sich Opel aus der Oberklasse ab. Und die Qualität wird so miserabel, dass der alte Werbeslogan "Opel, der Zuverlässige" klingt wie bittere Ironie. Davon hat sich die Firma bis heute nicht so recht erholt. Vielmehr ist Opel eine Marke ohne erkennbares Profil: Vom Wettbewerb mit VW haben sich die Hessen längst verabschiedet und sind froh, wenn sie noch gegen Ford oder die Koreaner bestehen können. In den Volumensegmenten werden sie von der eigenen Schwestermarke Chevrolet mit günstigeren Varianten nahezu identischer Produkte bedrängt, sodass sich der Astra des Cruze oder der Insignia des Malibu erwehren müssen.

Und ihrem elektrischen Innovationsträger Ampera stiehlt der weltweit viel prominenter beworbene Chevrolet Volt die Schau. Dazu kommen heftige Handelshindernisse: Obwohl die Märkte in Europa lahmen und die Musik längst in Asien oder Südamerika spielt, versperrt General Motors seiner Tochter mit Rücksicht auf die anderen Konzernmarken den Weg zu diesen Wachstumsmärkten.

Obwohl es seit Jahren nur Kritik hagelt und das Management angesichts der riesigen Überkapazitäten und der erodierenden Absatzzahlen mehr über Sparprogramme und Werksschließungen verhandelt, zaubern die Hessen immer wieder überraschend innovative Details und tolle Autos aus dem Hut. Als am Tiefpunkt der Firmengeschichte die Abspaltung von General Motors im Raum steht und sich sogar die Bundesregierung zur Rettung von Opel einmischt, läuft das hochgelobte Flaggschiff Insignia an. Mitten in ein neuerliches Sparprogramm platzt die jüngste Generation des Meriva mit seinen praktischen Portaltüren, die es bis dato nur bei Rolls-Royce gegeben hat.

Und auch jetzt, als die Verluste aus dem Ruder laufen und die Mutter in Detroit mal wieder die Geduld verliert, präsentiert Opel neben einem radikalen Sparplan auch ein neues Auto, auf dem aktuelle Hoffnungen ruhen: den Adam. Benannt nach dem Firmengründer, soll er als kleiner Lifestyleflitzer nicht nur das Image polieren und das Ego der eigenen Mannschaft aufrichten, sondern ein wenig am Erfolg von kunterbunten Kleinwagen wie dem Mini oder dem Fiat 500 teilhaben.

Was Opel heute neben mangelndem Rückhalt aus Detroit und trotz aller Fortune bei den eigenen Entscheidungen allerdings am meisten fehlt, ist ein Händchen für das geschickte Timing und die richtige Regie im Nachrichtenfluss. Das war schon so, als der Konzern vor den Sommerferien die Erstveröffentlichungen zum Hoffnungsträger Adam mit der Demission von Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke am Tag darauf torpediert. Und das gleiche Spiel hat sich jetzt noch mal wiederholt. Ja, Kurzarbeit ist keine Katastrophe. Und vielleicht ist das tatsächlich der einzige Weg, den Karren zumindest nicht weiter in den Dreck fahren zu lassen. Außerdem sprechen wir ja zunächst nur über 20 Tage. Doch muss man diesen Beschluss ausgerechnet an jenem Datum verkünden, an dem die Geschichte der Firma vor 150 Jahren begonnen hat? Viel Grund zum Jubeln hat Opel derzeit ohnehin nicht. Aber so kann man sich auch den Rest der Geburtstagslaune verderben.

Die Opel-Werke im Überblick
Die Opel-Werke im Überblick
Der Autobauer Opel leidet unter sinkendem Absatz und teuren Überkapazitäten. Obwohl erst Ende 2010 ein Werk geschlossen und die Zahl der Mitarbeiter zuletzt um mehr als 8000 auf inzwischen 39 000 reduziert wurde, kommt Opel deshalb nicht aus der Verlustzone.
Um Opel profitabel zu machen, ist nun unter anderem geplant, die Produktion des künftigen Astra von 2015 an auf Ellesmere Port in England und das kostengünstige polnische Gleiwitz zu konzentrieren. Bislang wird der Astra auch im Stammwerk Rüsselsheim gebaut. Die Opel-Werke im Überblick (Stand Ende 2011):
Deutschland (Mitarbeiter insgesamt: 22.166):
In Bochum liefen 2011 ein Astra-Modell und zwei Zafira-Modelle vom Band. Nach Werksangaben arbeiten noch 3200 Beschäftigte direkt im Unternehmen sowie rund 1000 Menschen bei Partner- und Fremdfirmen.
In Eisenach bauen 1524 Beschäftigte den Corsa.
Am Stammsitz Rüsselsheim werden der Insignia sowie ein Astra-Modell (5-Türer) gefertigt. Mitarbeiter: 13.825, davon 3200 in der Produktion.
In Kaiserslautern bauen 2640 Beschäftigte Komponenten, Motoren und Achsen.
Polen:
In Gleiwitz läuft seit 2011 nur noch der Astra (bis 2010 auch der Zafira) vom Band; in dem Werk sind 3523 Menschen beschäftigt.
Spanien:
Am Standort Saragossa fertigen rund 6100 Mitarbeiter den Corsa, den Meriva und den Combo.
England (Mitarbeiter insgesamt: 4000):
Etwa 2100 Mitarbeiter bauen in Ellesmere Port Astra-Modelle.
In Luton werden die baugleichen Transporter Opel Vivaro und Renault Traffic von 1100 Beschäftigten gefertigt.
Motoren und/oder Getriebe werden zudem in Szentgotthárd (Ungarn/660 Mitarbeiter) und Aspern (Österreich/1736) sowie in einem Joint Venture in Tychy (Polen) hergestellt. In Rüsselsheim und Turin hat der Hersteller Entwicklungszentren. (dpa)
Von Lutzmann bis Manta: Legendäre Opel-Modelle
Von Lutzmann bis Manta: Legendäre Opel-Modelle
In seiner 150 Jahre währenden Geschichte hat Opel eine ganze Reihe von Modellen gebaut, die aus dem automobilen Einerlei herausragten. Eine kleine Auswahl wichtiger und typischer Modelle:
Der Lutzmann:
Der Lutzmann Patentmotorwagen war 1898 das erste von Opel produzierte Auto, konstruiert von dem Dessauer Autopionier Friedrich Lutzmann, dessen Anhaltinische Motorwagenfabrik vom florierenden Fahrrad- und Nähmaschinenhersteller Opel aufgekauft worden war.
Der Laubfrosch:
Der Laubfrosch war ab 1924 das erste deutsche Auto, das am Fließband gebaut wurde. Das mutmaßliche Plagiat eines Citroën-Modells wurde in grüner Lackierung verkauft und machte wegen seines vergleichsweise günstigen Preises Opel zum größten Autohersteller im deutschen Reich.
Kapitän, Admiral, Diplomat:
Die Modelle Kapitän, Admiral und Diplomat konkurrierten in der Oberklasse bis 1977 mit den Limousinen von Mercedes-Benz. Mindestens sechs Zylinder waren bereits in den 30er-Jahren Pflicht, der Diplomat verfügte in den 70ern sogar über einen 8-Zylinder von Chevrolet. Nach dem Weltkrieg war das Design der Opel-Straßenkreuzer zeitweise sehr amerikanisch.
Olympia:
Olympia war 1935 der erste deutsche Serienwagen mit selbsttragender Stahlkarosserie und wurde nach dem Krieg als Rekord nach US-Vorbildern neu entwickelt. Bis heute Kult bei Youngtimer-Freunden ist der bis 1972 gebaute Rekord C, der auch als Coupé zu haben war.
Kadett/Astra:
Die erfolgreichste Baureihe Kadett/Astra startete 1962 als Käfer-Herausforderer im neu errichteten Werk Bochum. Erfolgreich war und ist der 1991 in Astra umgetaufte Millionenseller auch als Coupé und Caravan. Ein bereits vor dem Krieg gebauter Kadett wurde später als Moskwitsch 400 auf den alten Bändern in der Sowjetunion gebaut.
Mit unterschiedlichen Typen des Mittelklasse-Wagen Ascona gewann Rallyefahrer Walter Röhrl Europa- wie auch Weltmeisterschaft. Das technisch identische Coupé Manta eignete sich vor allem in der späteren Variante Manta B besonders für Tuningversuche halbstarker Möchtegern-Rennfahrer. (dpa)
Chronologie der Opel-Krise
Chronologie der Opel-Krise. Seit Jahren ringt der deutsche Autobauer Opel um seine Zukunft- ein Rückblick:
2001: Der erfolglose Opel-Vorstandschef Robert Hendry muss das Handtuch werfen. Sein Nachfolger Carl-Peter Forster versucht, mit dem europaweit angelegten "Restrukturierungsprogramm Olympia" die Tochter des US-Autobauers General Motors (GM) wieder profitabel zu machen.
2004: GM legt im Oktober einen drastischen Sparplan für die europäische Tochter vor, der den Abbau von 12 000 Arbeitsplätzen vorsieht – davon bis zu 10 000 in Deutschland.
2005: Der Betriebsrat und das Opel-Management unterschreiben einen "Zukunftsvertrag", der die Existenz der Werke in Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern bis 2010 sichern soll.
2008: Nach Absatzeinbruch und massiven Verlusten bittet Opel als erster deutscher Autohersteller den Staat um Hilfe. Eine Bürgschaft von Bund und Ländern soll das Unternehmen stützen.
2009: Um nicht in den Strudel der GM-Insolvenz zu geraten, arbeitet Opel an einem Konzept zur Trennung von dem schwer angeschlagenen Mutterkonzern. Zwei Tage vor der GM-Pleite am 1. Juni einigen sich Bund, Länder, GM und das US-Finanzministerium nach langem Poker mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna auf ein Rettungskonzept. Im November beschließt GM, Opel doch zu behalten.
2010: Der als harter Sanierer bekannte Nick Reilly wird Opel-Chef. Im Zuge seines Sanierungskurses macht Opel im Oktober das Werk im belgischen Antwerpen mit einst 2500 Beschäftigten dicht. Von den 48 000 Stellen in Europa werden insgesamt 8000 abgebaut.
2011: Der bisherige GM-Chefentwickler Karl-Friedrich Stracke löst Reilly ab, der Chef des GM-Europageschäfts wird. Im zweiten Quartal verzeichnet Opel erstmals seit Jahren wieder einen Gewinn. Im dritten Quartal rutscht der Autobauer aber zurück in die roten Zahlen.
16. Februar 2012: General Motors gibt in seinem Europageschäft – das in erster Linie aus Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall besteht – für 2011 operativ 747 Millionen Dollar (573 Mio Euro) Verlust bekannt. Dagegen fuhr GM unterm Strich 7,6 Milliarden Dollar Gewinn ein.
3. Mai 2012: Opel kommt einfach nicht vom Fleck. Im ersten Quartal liegt der Verlust von GM in Europa operativ bei 256 Millionen Dollar oder umgerechnet 195 Millionen Euro.
17. Mai 2012: Opel gibt bekannt, dass das Stammwerk Rüsselsheim die Produktion des mit Abstand wichtigsten Modells Astra verliert. Das Modell soll von 2015 an nur noch im britischen Ellesmere Port und in Gliwice (Polen) gebaut werden.
13. Juni 2012: Gnadenfrist für die Opelaner in Bochum, aber keine Rettung: Das Werk in Bochum soll zumindest so lange erhalten bleiben, bis die aktuelle Zafira-Fertigung dort Ende 2016 ausläuft, teilen die Adam Opel AG, der Betriebsrat und die IG Metall mit.
28. Juni 2012: Der Opel-Aufsichtsrat billigt einen entschärften Sanierungsplan. Teure Überkapazität soll abgebaut werden, indem Modelle wie der kleine SUV Mokka, der Antara oder der Agila nicht mehr in Korea, sondern in Europa vom Band rollen. Zudem soll in die Produktpalette von Opel/Vauxhall investiert werden. Geplant sind zum Beispiel 23 neue Modelle in den kommenden vier Jahren. Unter anderem soll ab 2013 der Kleinstwagen Adam bei den Händlern zu haben sein.
12. Juli 2012: Zum dritten Mal innerhalb von zweieinhalb Jahren wechselt GM bei Opel den Chef aus. Überraschend tritt Karl-Friedrich Stracke zurück. Die Geschäfte soll kommissarisch der GM-Vize und Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky führen. (dpa)
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