15.08.12Schockbilder gegen Rauchen
Australien: Auflagen für Zigarettenpackung bleiben
Niederlage für große Tabakkonzerne: Das oberste Gericht hat den Abdruck von harten Schockfotos auf den Verpackungen bestätigt.
Von abendblatt.de
Foto: dpa/DPA
Wer ab Dezember in Australien Zigaretten kauft, bekommt nur noch Schachteln mit Warnungen und harten Bildern
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Canberra. Die harten Auflagen für die Verpackungsschachteln von Zigaretten in Australien haben weiterhin Bestand: Der australische Oberste Gerichtshof hat am Mittwoch eine Klage der Tabakkonzerne British American Tobacco, Imperial Tobacco, Philip Morris und Japan Tobacco zurückgewiesen. Damit haben die Richter die weltweit härtesten Auflagen gegen Tabakwerbung bestätigt.
Die Argumentation internationaler Tabakkonzerne, der Wert ihrer Markenzeichen werde von den restriktiven Vorschriften zerstört, wiesen die Richter zurück. Zigarettenpackungen dürfen demnach zum 1. Dezember nur noch in einem oliven Einheitsdesign mit eindringlichen Gesundheitswarnungen und Fotos von Mundkrebs und erblindeten Augäpfeln erscheinen. Markenlogos und -farben sind nicht mehr erlaubt. Die Tabakkonzerne bezeichneten die Vorgaben als verfassungswidrig.
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Die australische Regierung hofft, das Rauchen auf diese Art so unattraktiv wie nur möglich wird. Das Gericht teilte mit, die Mehrheit der sieben Richter sei der Meinung, das Gesetz verstoße nicht gegen die australische Verfassung. Eine ausführliche Erklärung soll noch veröffentlicht werden.
Die Marketingvorgaben für Tabakkonzerne entsprechen den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und werden in Großbritannien, Norwegen, Neuseeland, Kanada und Indien genau beobachtet. Dort ziehen die Regierungen ähnliche Regelungen in Erwägung. Tabakkonzerne fürchten nun um einen Präzedenzfall und Verstöße gegen Markenrechte. Laut British American Tobacco wird nur der Schwarzmarkt durch solche Auflagen gestärkt.
Mit Material von dapd/Reuters
Zehn Durchhalte-Tipps für angehende Nichtraucher
Ganz entscheidend für den Erfolg ist Ihre Motivation: Wie sicher sind Sie, dass Sie aufhören wollen? Ohne festen Willen geht es nicht. Auf www.rauchfrei.de finden Sie einen Selbsttest, der zeigt, wie stark Ihre Absicht wirklich ist.
Mit der Schlusspunkt-Methode haben Sie die besten Chancen, von den Kippen loszukommen. Klingt einfach, ist aber eine echte Herausforderung an Willenskraft: Sie hören von einem Tag auf den anderen auf. Den Konsum langsam reduzieren funktioniert leider nicht. Denn Nikotin macht süchtig, und jede Kippe feuert die Sucht aufs Neue an.
Suchen Sie sich Gleichgesinnte, die auch nicht mehr rauchen wollen. In der Gruppe können Sie sich gegenseitig unterstützen. Ebenfalls zur Begleitung zu empfehlen sind Entwöhnungsprogramme, die viele Hausärzte anbieten, Nichtraucherkurse (bei der Krankenkasse nachfragen) oder Online-Chats (z.B.
www.ohnerauchen.de
).
Bereiten Sie sich auf den ersten Tag ohne Zigarette gut vor: überlegen Sie genau, in welchen Situationen Sie gerne aus Gewohnheit rauchen und was Sie stattdessen machen können. Statt Zigarette nach dem Essen z.B. Zähne putzen, Pfefferminz lutschen, gleich den Tisch abräumen und einen Verdauungsgang um den Block machen.
Stellen Sie Ihre Ernährung um. Am besten noch bevor Sie aufhören, sollten Sie auf fettarme Kost achten und viel Obst und Gemüse essen. Und machen Sie Sport. So vermeiden Sie, dass Sie ohne Zigaretten zunehmen.
Hilfreich für die ersten Tage sind Nikotin-Kaugummis. Dann ist das Verlangen nach dem Suchtstoff am größten. Auch Akupunktur kann den Entzug unterstützen.
Belohnen Sie sich anfangs jeden Tag fürs Durchhalten. Sie sparen bares Geld durch Ihren Entschluss und können dafür CDs, Bücher oder Kinokarten kaufen.
Machen Sie einen Bogen um Süßigkeiten – greifen Sie lieber zu Obst. Viele frischgebackene Nichtraucher haben in der ersten Zeit oft Süßhunger.
Seien Sie kritisch mit Methoden, die müheloses Aufhören versprechen. Meist kosten sie viel und bringen nichts. Ohne Ihr Zutun ist der Rückfall programmiert.
Ein interaktives Ausstiegsprogramm und Info-Broschüren zum Download für Ausstiegswillige bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf
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www.anbieter-raucherberatung.de
, einem Internetangebot der Bundeszentrale in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum können Sie nach seriösen Anbietern von Nichtraucherkursen in Ihrer Nähe suchen und bekommen Infos zu bewährten Rauchstopp-Methoden.