Rückversicherer
Deutliche Gewinnrückgänge bei Hannover Rück
Dämpfer für weltweit drittgrößten Rückversicherer: Gewinn liegt mit 144 Millionen Euro 13 Prozent unter Vorjahreswert.
Hannover. Obwohl die Kosten für Großschäden rückläufig waren, muss Hannover Rück im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang vermelden: Wegen ungünstiger Finanzgeschäfte hat der weltweit drittgrößte Rückversicherer in der Zeit von April bis Juni 2012 einen Gewinn von 144 Millionen Euro verbucht. Damit liegt der Überschuss 13 Prozent unter dem Vorjahreswert, da betrug der Gewinn noch 166 Millonen Euro. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt.
Damit schnitt die Hannover Rück schlechter ab als der Wettbewerber Munich Re , der am Dienstag einen kräftigen Gewinnanstieg für das Quartal vermeldet hatte. Die norddeutsche Konkurrenz litt vor allem unter einem schwächerem Kapitalanlageergebnis, weil sie den Wert verschiedener Finanzinstrumente wegen gestiegener Risikoaufschläge und einer geringeren Inflation nach unten korrigieren musste.
+++ Munich Re steigert Gewinn und hebt die Prognose +++
+++ Versicherer rechnen mit mehr Katastrophenschäden +++
Auch wenn größere Katastrophenschäden ausblieben – das Erdbeben in der norditalienischen Region Emilia-Romagna kosteten zudem knapp 61 Millionen Euro.
Zwar blieben größere Katastrophenschäden aus. Allerdings musste Hannover Rück den Wert verschiedener Finanzinstrumente wegen gestiegener Risikoaufschläge und einer geringeren Inflation nach unten korrigieren.
Im ersten Halbjahr 2012 kletterte das Konzernergebnis um 85,5 Prozent auf 405,3 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 597,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 248,9 Mio Euro). Vorstandschef Ulrich Wallin erwartet auch fürs Gesamtjahr ein gutes Ergebnis, machte aber erneut keine konkreten Angaben.
Den deutlichen Gewinnrückgang bei Hannover Rück im zweiten Quartal haben die Anleger am Freitag mit Verkäufen quittiert. Mit einem Abschlag von 3,2 Prozent waren die Aktien im frühen Geschäft von Lang & Schwarz größter Verlierer im MDax. Der Überschuss ist von April bis Juni um gut 13 Prozent auf 144 Millionen Euro gefallen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 163 Millionen Euro gerechnet. Das sei eine negative Überraschung, die am Markt entsprechend quittiert würde, sagte ein Händler.
Mit Material von dpa/dpad/Reuters

















