Geldinstitut
Commerzbank verkauft Bank Forum und nennt Quartalszahlen
Die Bank Forum soll an die ukrainische Smart Group verkauft werden, wie das zweitgrößte deutsche Geldhaus am Montagabend mitteilte.
Frankfurt/Main. Die Commerzbank setzt ihre Aufräum-Arbeiten im Konzern fort. Deutschlands zweitgrößte Bank teilte am Montagabend mit, sich von ihrer ukrainischen Tochter Forum zu trennen. Zudem gab die Bank überraschend einen ersten Einblick in den jüngsten Geschäftsverlauf und erklärte, im ersten Halbjahr 2012 mit einem operativen Ergebnis von rund einer Milliarde Euro zu rechnen – davon rund 450 Millionen im zweiten Quartal. Im ersten Halbjahr 2011 waren es 1,2 Milliarden. Das Ergebnis vor Steuern werde im zweiten Quartal rund 350 Millionen und im ersten Halbjahr rund 900 Millionen Euro betragen. Die Kernkapital-Quote per Ende Juni wurde bei gut zwölf Prozent erwartet, nach 11,3 Prozent per Ende März.
Die Bank Forum wird an die ukrainische Smart Group veräußert. Zum Verkaufspreis machte die Commerzbank keine Angaben. Sie erklärte aber, das Geschäft führe im zweiten Quartal zu einer außerordentlichen Belastung in der Gewinn- und Verlustrechnung von rund 86 Millionen Euro, die auch beim Eigenkapital zu berücksichtigen sei. Insgesamt werde das Vorsteuer-Ergebnis bis zum Abschluss der Transaktion mit rund 286 Millionen Euro belastet. Die Commerzbank hatte die Mehrheit an der Bank Forum im Frühjahr 2008 gekauft.
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Der Forum-Verkauf kommt nicht überraschend. Die Commerzbank hat bereits vor längerem angekündigt, sich auf die Kernmärkte Deutschland und Polen zu fokussieren. Die Bank schrumpft sich unter anderem gesund, um die strengeren Anforderungen der Regulierer an das Eigenkapital zu erfüllen. Zudem erklärte die Commerzbank, es habe in den vergangenen Jahren nicht die erwartete dynamische Entwicklung in der Ukraine gegeben. Auch in naher Zukunft werde keine nachhaltige Verbesserung erwartet.
Der Forum-Verkauf wird nach Angaben der Commerzbank durch die damit verbundene Reduzierung der Risikoaktiva keine wesentliche Auswirkung auf die Kernkapitalquote (Core Tier-1) haben. Auf Basis der ab 2013 geltenden strengeren Kapitalregeln nach Basel III erwarte die Bank per 1. Januar 2013 nach wie vor eine Core-Tier-1-Quote von mindestens zehn Prozent. (rtr)

















