Touristenflut aus Deutschland
Griechen freuen sich über Boom – Kreta top
Dank Preissenkungen und Regen wurde der Abwärtstrend gestoppt. Hellas ist hierzulande wieder im Trend – Buchungsplus bei 18 Prozent.
Frankfurt/Hamburg. Die deutschen Touristen haben angesichts des weitgehend verregneten Sommers ihre Liebe zu Griechenland wiederentdeckt. In den vergangenen Wochen zog die Zahl der deutschen Urlauber in Hellas um bis zu 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, wie der Deutschland-Direktor der Griechischen Zentrale für Fremdenverkehr, Panagiotis Skordas, am Dienstag in Frankfurt am Main sagte.
"Alles zeigt nach oben im Moment", fügte er hinzu. Skordas bestätigte damit einen Trend, der sich bereits unter führenden Reisekonzernen abgezeichnet hatte.
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Laut Skordas hat sich der Trend gedreht, nachdem im Frühjahr die Buchungen bis zu 35 Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen hätten. Damals ließen sich offenbar viele deutsche Touristen von Bildern der Straßenkrawalle in Athen abschrecken. Dazu kam die Angst vor einer plötzlichen Währungsreform.
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Skordas erklärt den plötzlichen Boom neben dem Regen in Deutschland mit deutlich gefallenen Preisen in Hotels und Restaurants in Griechenland sowie mit der politischen Stabilität nach der Parlamentswahl im Mai. "Sogar Souvenirläden haben die Preise zurückgenommen", sagte der Manager. Bei den Zielen stehe zur Zeit Kreta ganz oben, vor Rhodos, Kos und Korfu, sagte der Grieche.
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Wenn der Trend bis Oktober anhalte, könne Griechenland die Saison mit einem Minus von weniger als 10 Prozent abschließen. "Das wäre ein Erfolg. Denn 2011 war mit 2,5 Millionen deutschen Touristen und einem Wachstum von 12 Prozent ein Boomjahr", sagte er. Die Bundesbürger sind vor den Briten (2 Millionen) die wichtigsten Kunden der griechischen Tourismusindustrie.
Der Chef des Reiseveranstalters Alltours, Willi Verhuven, wirbt schon seit dem Frühjahr besonders für das Ziel Griechenland. "Es wäre für Griechenland gut, wenn sich der Trend fortsetzen würde. Und es spricht nichts dagegen, angesichts der hohen Qualität, des sehr guten Services und der perfekten touristischen Infrastruktur. Griechenland ist nach wie vor voll konkurrenzfähig zu den anderen Urlaubsregionen", sagte er.

















