Quartalszahlen
Microsoft mit Quartalsverlust - Google scheffelt Werbemilliarden
Trotz Quartalsverlust von 492 Millionen Dollar stieg der Umsatz 2012 bisher auf den Bestwert von 73,7 Milliarden Dollar. Googles Einnahmen sprudeln weiter.
Redmond/Mountain View. Der Software-Riese Microsoft hat im vergangenen Quartal einen Verlust von 492 Millionen Dollar eingefahren. Auslöser war eine bereits vor einigen Wochen angekündigte Wertberichtigung. Im Vorjahresquartal hatte es noch einen Gewinn von 5,87 Milliarden Dollar gegeben. Der Umsatz legte in dem Ende Juni beendeten vierten Geschäftsquartal um 3,9 Prozent auf 18,06 Milliarden Dollar (14,7 Mrd Euro) zu. Es war ein Rekordwert, wie Konzernchef Steve Ballmer nach US-Börsenschluss am Donnerstag betonte. Im gesamten Jahr stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf den Bestwert von 73,7 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn fiel um gut ein Viertel auf 16,98 Milliarden Dollar.
Google scheffelt Werbemilliarden
Das Geschäft beim Internetkonzern Google brummt. Im zweiten Quartal verdiente die Nummer eins der Suchmaschinen-Betreiber unterm Strich 2,8 Milliarden Dollar und damit 11 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Geld kommt hauptsächlich durch die sprudelnden Einnahmen bei den bezahlten Suchtreffern herein. Ein zweites großes Standbein sind mittlerweile grafische Werbeanzeigen.
"Dieses Quartal ist auch etwas besonderes, weil nun Motorola ein Teil der Google-Familie ist", erklärte Konzernchef Larry Page am Donnerstag laut Mitteilung. Mitte Mai hatte der Konzern die Übernahme des Handy-Herstellers abgeschlossen. Seitdem fließen die Motorola-Zahlen in die Bilanz ein. Dadurch legte der Umsatz um satte 35 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar zu. Motorola ausgeklammert, lag das Plus immer noch bei 21 Prozent.
Damit lag Google über den Erwartungen der Analysten. Nachbörslich stieg die Aktie um gut 2 Prozent. Google hatte Motorola geschluckt, um seinen Vorstoß ins Smartphone-Geschäft abzusichern. Das Handy-Urgestein hält viele grundlegende Patente. Googles Smartphone-Betriebssystem Android ist mittlerweile Marktführer, da es in zahlreichen Geräten unterschiedlichster Hersteller steckt. Größter Rivale ist Apple mit seinem iPhone. (abendblatt.de/dpa)

















