12.07.12

Wirtschaftsthemen

Jeder zweite Jugendliche hat kein Interesse

Junge Menschen fühlen sich von den Sachverhalten übefordert. Für große Anschaffungen wird gespart, Altersvorsorge spielt geringe Rolle.

Foto: dpa/DPA
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Fast jeder zweite Befragte (47 Prozent) zwischen 14 und 24 Jahren verfügt über schlechte oder sehr schlechte Kenntnisse über Finanzangelegenheiten

Berlin. Die Wirtschaft ist für jeden zweiten deutschen Jugendlichen ein Buch mit sieben Siegeln. Knapp jeder zweite Befragte (47 Prozent) zwischen 14 und 24 Jahren verfügt über schlechte oder sehr schlechte Kenntnisse über Finanzangelegenheiten, wie aus einer GfK-Studie im Auftrag des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) hervorgeht, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Zudem schwindet demnach im Zuge der Finanzkrise das Wirtschaftsinteresse der jungen Generation, die sich von den schwierigen wirtschaftlichen und finanzpolitischen Sachverhalten überfordert fühle. Während 2009 noch ein Drittel der Befragten ein mindestens starkes Interesse an Wirtschaft angegeben habe, sei es aktuell nur noch rund ein Fünftel.

Wie Schüler und Studenten brutto für netto erhalten

Aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass die große Mehrheit der jungen Leute Geld vor allem für größere Anschaffungen zurücklegt; Vermögensaufbau und Altersvorsorge spielen noch keine große Rolle. Durchschnittlich sparen die 14- bis 17-Jährigen demnach 48 Euro im Monat, die 18- bis 20-Jährigen 97 Euro. Wer zwischen 21 und 24 Jahre alt ist, legt im Schnitt 146 Euro zurück.

"Jugendliche und junge Erwachsene kümmern sich überwiegend gerne um ihre eigenen Geldangelegenheiten, aber nehmen sich häufig für ihre eigene Finanzplanung nicht die nötige Zeit", sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer. Nur ein Drittel beschäftige sich tatsächlich regelmäßig mit der Planung der Ausgaben und Einnahmen oder mit der Festlegung von Sparzielen. (dapd/abendblatt.de)

Ferienjob: So viel dürfen Jugendliche arbeiten
Ferienjob: So viel dürfen Jugendliche arbeiten
Auch wenn es vielen Jugendlichen zwischen 13 und 14 Jahren nicht recht ist: Bis zum 15. Geburtstag gelten sie als Kinder, zumindest was die Arbeitswelt angeht.
Für ganz junge Ferienjobber gibt es deshalb eine Menge Einschränkungen.
So erlaubt ihnen der Gesetzgeber nur zwei Stunden Arbeit am Tag – und das auch nur dann, wenn die Eltern einverstanden sind.
Sie dürfen dann leichte Aushilfsjobs annehmen wie Prospekte verteilen, Babysitten oder Zeitungen austragen.
Zwischen 15 und 18 Jahren dürfen Jugendliche bis zu acht Stunden am Tag arbeiten, zwischen 06.00 und 20.00 Uhr 40 Stunden pro Woche. Aber nur an Werktagen.
Wochenenden sind tabu, ebenso die Nachtzeit (Ausnahmen gibt es in der Gastronomie).
Insgesamt können Schüler vier Wochen im Jahr Vollzeit arbeiten, entweder verteilt übers Jahr oder in den Ferien am Stück.
Regelmäßige Tätigkeiten bei starker Hitze, Kälte, Nässe oder Lärm sind verboten.
Gleiches gilt für Akkordarbeit und gefährliche Jobs an Sägemaschinen oder Schweißgeräten. (dapd)
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