Urheberrechte im Web
EU stärkt Onlinerechte von Künstlern und Autoren
Gesetzentwurf der EU-Kommission sieht auch länderübergreifende Online-Lizenzen vor – so sollen Künstler schneller an ihr Geld kommen.
Brüssel. Mehr Rechte für Autoren und Künstler: Die EU-Kommission stärkt die Urheberrechte für Videos und Musik im Internet. Einen entsprechenden Gesetzentwurf legte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel vor. Dieser sieht unter anderem länderübergreifende Online-Lizenzen vor.
Verwertungsgesellschaften sollen strengeren Regeln beim Schutz geistigen Eigentums unterliegen. So soll auch die deutsche Gemakünftig mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse von Komponisten, Autoren und Musikverlegern nehmen müssen. Das Ziel lautet, dass Autoren schneller ihr Geld erhalten und einen besseren Service bekommen. "Geistesgröße und Schöpfung müssen besser gewürdigt werden", sagte Barnier.
+++ EU-Parlamentsausschuss lehnt Acta-Antrag ab +++
+++ Hamburg fällt entscheidendes Urteil zum Urheberrecht +++
"Das Urheberrecht muss mit der Zeit gehen", forderte Barnier weiter. Die Bedürfnisse der digitalen Gesellschaft hätten sich geändert, der Markt müsse sich anpassen. In der EU gibt es nach Kommissionsangaben mehr als 250 Verwertungsgesellschaften, die mit Musik-, Film- und Bücherrechten erzielte Jahreseinnahmen von rund sechs Milliarden Euro verwalten. Dem Vorschlag müssen das Europaparlament und die Mitgliedsstaaten noch zustimmen. (dpa/dapd/abendblatt.de)
















