Fachkräfte aus dem Ausland
Gut ausgebildete Zuwanderer decken Fachkräftebedarf
Akademiker tragen jährlich 13 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei, dies ergab jetzt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft.
Berlin. Die Zuwanderung hat einer neuen Studie zufolge in den vergangenen zehn Jahren einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit Fachkräften in Deutschland geleistet. Zwischen 1999 und 2009 sind 185.000 Akademiker aus den Fächern Mathematik Naturwissenschaften und Technik sowie 42.000 Mediziner nach Deutschland eingewandert und geblieben, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Deren Beitrag zur Wertschöpfung belaufe sich nach konservativer Schätzung auf mindestens 13 Milliarden Euro pro Jahr.
++++ Fachkräftemangel in Deutschland nimmt immer weiter zu +++
Deutlich angestiegen sei der Anteil der hochspezialisierten Fach- und Führungskräfte unter den Zuwanderern. Dieser stieg der Untersuchung des IW zufolge von zwölf Prozent im Jahr 2000 auf 21 Prozent im Jahr 2009. IW-Direktor Michael Hüther begrüßte, dass mit der Einführung der sogenannten "Blauen Karte EU" ab dem 1. August die Gehaltsschwelle zur Einwanderung für Akademiker aus Nicht-EU-Staaten deutlich gesenkt wird. Zuwanderer müssen dann nur noch einen Arbeitsvertrag über ein Jahreseinkommen von 44.800 Euro nachweisen, in Mangelberufen wie Medizin reichen bereits knapp 35.000 Euro aus.
+++ Trotz Fachkräftemangel Probleme bei der Jobsuche +++
"Deutschland ist bereits heute für ausländische Fachkräfte attraktiv, auch wenn es diese noch nicht ausreichend willkommen heißt." Die bisherige Zuwanderungsrate werde nicht ausreichen, den großen Bedarf an Fachkräften in Deutschland zu decken, zumal sich der Wettbewerb um die begehrten Kräfte international verschärfe. "Arbeitgeber benötigen im Schnitt 146 Tage, um eine offene Arztstelle zu besetzen und 110 Tage, um einen Elektroingenieur einzustellen", sagte Hüther. Der Durchschnitt aller Berufe liege bei 72 Tagen. (dapd)
















