Onliner Atlas 2012
75 Prozent der Deutschen sind online – Hamburg Spitzenreiter
Für 53,2 Millionen Menschen gehört das Internet zum Alltag – 17,1 Millionen sind immer noch offline. Zuwachsrate stagniert insgesamt.
Berlin/Hamburg. Noch immer gibt es Menschen in Deutschland, die das Internet nicht nuzten: Jeder vierte Deutsche nutzt weder im Beruf noch zu Hause das Internet. Offline statt online heißt es somit für 17,1 Millionen Deutsche ab 14 Jahren, wie die Studie "(N)Onliner Atlas 2012" ergab.
Für knapp 76 Prozent – 53,2 Millionen – gehöre das Netz zum alltäglichen Leben, sagte der Geschäftsführer des Forschungsinstituts TNS Infratest, Robert Wieland, am Dienstag in Berlin. Rund drei Prozent der Offliner planten jedoch, sich einen Internetzugang zuzulegen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Webnutzer um weniger als 1 Prozentpunkt.
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Insgesamt stagniert die Zuwachsrate jedoch. Nur wenige Deutsche hätten innerhalb des vergangenen Jahres das Internet für sich entdeckt, und auch die Zahl der Interessenten sei erneut leicht gesunken, sagte D21-Vizepräsident Robert Wieland. "Gaben 2011 noch 3,3 Prozent der Deutschen an, das Internet innerhalb der nächsten zwölf Monate nutzen zu wollen, sind es 2012 nur noch 3,1 Prozent", fügte Wieland hinzu.
Regional gibt es große Unterschiede. Nachdem in den Vorjahren im Vergleich der Bundesländer Bremen bei der Vernetzung geführt hatte, setzten sich in diesem Jahr Hamburg mit 80 Prozent Internetnutzern und Berlin (79,8 Prozent) an die Spitze. Bremen kommt auf 79,5 Prozent und belegt den dritten Platz.
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Baden-Württemberg ist der Flächenstaat mit den meisten Internetnutzern. Besonders viele Menschen sind in den östlichen Bundesländern und im Saarland offline. In Sachsen-Anhalt, dem Saarland und Mecklenburg-Vorpommern leben im Bundesvergleich die wenigsten Internetnutzer – nur rund 68 Prozent gehen hier ins Netz.
Auch zwischen den Altersgruppen gibt es große Unterschiede: Während rund 98 Prozent der 14- bis 19-Jährigen online sind, nutzen lediglich 28,2 Prozent der Menschen ab 70 Jahren das Internet. Dies entspricht allerdings einer Steigerung um 3,6 Prozentpunkte.
Für die repräsentative Studie hat die Initiative D21 in diesem Jahr mehr als 30.000 Telefoninterviews geführt und ausgewertet. Ihr erklärtes Ziel ist es, "die digitale Spaltung in Deutschland zu verhindern". Sie finanziert sich vor allem durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. (dpa/dapd/abendblatt.de)

















