P+S-Werften droht auch bei Rettung Abbau von Arbeitsplätzen
Schwerin. Trotz der Hilfszusagen der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern könnte es für viele Angestellte der P+S-Werften eng werden. Dem angeschlagenen Schiffbauunternehmen in Stralsund und Wolgast droht auch im Falle seiner Rettung ein Arbeitsplatzabbau. Regierungssprecher Andreas Timm bestätigte gestern, dass die EU-Richtlinien Ausgleichsmaßnahmen verlangen, wenn einem Unternehmen Umstrukturierungsbeihilfen von der öffentlichen Hand gewährt werden. Damit soll eine Verzerrung des Wettbewerbs vermieden werden. Dabei gehees unter anderem um die Veräußerung von Vermögenswerten und Kapazitätsabbau, sagte Timm.
Der in Rostock erscheinenden "Ostsee-Zeitung" zufolge steht der Werftstandort Wolgast zur Disposition. Timm betonte der Nachrichtenagentur dpa gegenüber jedoch: "Es ist das Ziel der Landesregierung, möglichst viele Arbeitsplätze an beiden Standorten zu erhalten."
Bund und Land sind bereit, 182 Millionen Euro für die Sanierung der P+S-Werften zur Verfügung zu stellen. Damit dieses Geld fließen kann, müssen weitere 110 Millionen Euro von privaten Geldgebern ausgebracht werden. Dabei handelt es sich um die Banken, die 1750 Werftmitarbeiter und die Zulieferer.














