Neustart für Kultmarke
Asiatisches Konsortium übernimmt Saab
Die schwedische Traditionsmarke Saab geht an Investoren aus Asien. Konsortium wurde extra für den Kauf gegründet – Preis nicht bekannt.
Stockholm. Neue Eigentümer für den insolventen Autobauer aus Schweden: Ein Konsortium asiatischer Investoren übernimmt den Großteil von Saab. Das teilten die Insolvenzverwalter am Mittwoch mit. Wie viel National Electric Vehicle Sweden AB für Saab zahlt, wurde nicht bekannt gegeben.
Das Konsortium gehört zu 51 Prozent der Hongkonger National Modern Energy Holding und zu 49 Prozent der japanischen Beteiligungsgesellschaft Sun Investment. Das Konsortium wurde erst kürzlich gegründet, zu dem Zweck, Saab zu übernehmen. Vorsitzender ist ein früherer Manager von Volvo Trucks.
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Nach monatelangem Überlebenskampf waren bei dem schwedischen Konzern im Dezember 2011 die Lichter ausgegangen. Eine anvisierte Rettung durch chinesische Geldgeber war – auch am Nein der Opel-Mutter General Motors , die Saab mit Technologie und Patenten versorgt – gescheitert. GM fürchtete bei einem Einstieg der Geldgeber um seine eigenen Chancen auf dem boomenden Markt China.
Nach den jüngsten Zahlen vom April hat Saab 13 Milliarden Kronen (1,4 Milliarden Euro) Schulden. Dem stehen Vermögenswerte von 3,6 Milliarden Kronen (401 Millionen Euro) gegenüber. Unter anderem schuldet Saab dem schwedischen Staat 2,2 Milliarden Kronen, dem früheren Eigentümer General Motors 606 Millionen Kronen und seinen ehemaligen Mitarbeitern 513 Millionen Kronen.
Saab gilt als Liebhabermarke. Autofans schätzen Saab für seine Eigenheiten wie das zwischen den Sitzen platzierte Zündschloss in einigen Modellen. In der Vergangenheit war Saab auch für seine Innovationen bekannt. So hatte das schwedische Unternehmen 1971 als erster Autobauer eine Sitzheizung in seinen Fahrzeugen installierte. (dapd/Reuters/abendblatt.de)

















