Karriere-Netzwerk
Xing steigert Mitgliederzahl – Gewinn sinkt
Der scheidende Xing-Chef ist zufrieden mit der Entwicklung. Das Hamburger Unternehmen liege mit seinen Investitionen voll im Plan.
Hamburg. Das 2003 gegründete Business-Netzwerk Xing konnte seine Geschäfte weiter ausbauen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 17,7 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Dazu trug auch der stärkste Mitgliederzuwachs seit drei Jahren bei: So gewann Xing im deutsprachigen Raum 233.000 neue Mitglieder. Somit hatte Xing im März in Deutschland, Österreich und der Schweiz 5,51 Millionen Nutzer, weltweit sind es 12,1 Millionen.
Beim Gewinn musste Xing etwas kürzer treten als vor einem Jahr: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um 14,6 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Als Grund nannte Xing "beschleunigte Investitionen in künftiges Wachstum".
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Xing dient seinen Mitgliedern als Online-Plattform für Kontakte im Berufsleben. Die Basismitgliedschaft ist frei, zahlende Mitglieder können zusätzliche Funktionen nutzen. Die Einnahmen aus den Beitragszahlungen hatten im ersten Quartal einen Anteil von 66,4 Prozent. Auf Dienstleistungen für das Personalwesen von Unternehmen, das sogenannte E-Recruiting, entfielen 19,6 Prozent. Der Umsatzanteil des Werbegeschäfts betrug 6,9 Prozent. Das Geschäft mit Dienstleistungen für Veranstaltungen – hier wickelte Xing ein Ticket-Volumen von mehr als 14 Millionen Euro ab – erreichte einen Umsatzanteil von 5,8 Prozent.
Xing ist Marktführer in den deutschsprachigen Ländern – insgesamt nutzen rund zwölf Millionen Menschen die Xing-Dienste, darunter in Spanien und der Türkei. Das führende Business-Netzwerk weltweit ist LinkedIn mit mehr als 150 Millionen Mitgliedern. Das US-Unternehmen gab kürzlich die Übernahme der Internet-Plattform SlideShare bekannt, auf die vor allem Präsentationen hochgeladen werden.
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An der Börse kamen die Xing-Zahlen nicht gut an. Die Xing-Aktie verlor fast vier Prozent auf 52,00 Euro und gehörte damit zu den größten Verlierern im Technologieindex TecDax. Xing-Chef Stefan Groß-Selbeck äußerte sich dagegen zufrieden zur Entwicklung Anfang 2012. "Wir liegen im ersten Quartal dieses Jahres voll auf Plan."
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Die Firma rechnet wegen anhaltend hoher Investitionen auch im zweiten Quartal mit einem geringeren Betriebsgewinn als vor Jahresfrist. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Gewinnmargen dann wieder steigen. Groß-Selbeck scheidet zum Jahresende bei Xing aus und macht Platz für Thomas Vollmoeller, der bislang Vorstandsvorsitzender der Schweizer Handels- und Logistik-Holding Valora ist. Der 52-Jährige Vollmoeller soll Mitte August bei Xing anfangen. Vor der Übernahme des Valora-Managements hatte Vollmoeller beim Kaffeehändler Tchibo das E-Commerce-Geschäft aufgebaut . (dpa/Reuters/abendblatt.de)
















