23.04.12

Kreuzfahrtgesellschaft

AIDA-Chef Thamm wechselt zum Mutterkonzern Costa

Er wurde als Nachfolger des Costa-Crociere-Managers Pier Luigi Foschi berufen, der zum 1. Juli 2012 aus Altersgründen zurücktreten wird.

Von abendblatt.de
Foto: AIDA Cruises
AIDA-Chef Michael Thamm wechselt zum Mutterkonzern
AIDA-Chef Michael Thamm wechselt zum Mutterkonzern Costa

Rostock. Nach knapp acht Jahren als Präsident der Kreuzfahrtgesellschaft AIDA-Cruises in Rostock verlässt Michael Thamm das Unternehmen. Er wurde als Nachfolger des Costa-Crociere-Managers Pier Luigi Foschi berufen, der zum 1. Juli 2012 aus Altersgründen zurücktreten wird. Thamm werde sein Amt entgegen anderslautenden Berichten in Genua/Italien ausüben, teilte AIDA-Cruises am Montag weiter mit. Zur Costa-Gruppe gehören die Gesellschaften Costa Crociere, das in Deutschland aktive Unternehmen AIDA Cruises und die spanische Kreuzfahrtgesellschaft Ibero Cruises. Neuer Präsident von AIDA Cruises wird Michael Ungerer, langjähriges Mitglied der AIDA-Geschäftsleitung.

Unter Thamms Führung entwickelte sich AIDA Cruises nach eigenen Angaben zum deutschen Marktführer. Branchenkenner schätzen, dass das Unternehmen heute etwa die Hälfte des deutschen Kreuzfahrt-Marktes abdeckt. AIDA gehört zum US-Konzern Carnival Corporation & plc, dem weltweit größten Kreuzfahrtanbieter. Das Unternehmen veranstaltet Reisen unter anderem im Mittelmeer, in Nord- und Ostsee, der Karibik sowie im Arabischen Golf, in Asien und Mittelamerika.

Der 1963 in Dresden geborene Thamm hatte sein Amt als AIDA-Präsident im Juni 2004 angetreten. Seine Karriere begann der studierte Betriebswirt 1985 bei der Deutschen Seereederei in Rostock. 1993 wechselte er in den Kreuzfahrtbereich der DSR und war dort mit für den Aufbau und die Entwicklung von AIDA Cruises verantwortlich.

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Aida beschäftigt heute 5600 Mitarbeiter aus 25 Ländern, davon sind 5100 an Bord von acht Clubschiffen, 500 arbeiten an Land. In den kommenden Jahren soll die Zahl der Beschäftigten an Land und auf den Schiffen deutlich steigen. Die Bettenkapazität auf den acht Schiffen liege bei rund 14 250, bis 2016 sollen es auf dann zwölf Schiffen mehr als 25 100 sein. Im vergangenen Jahr bestellte das Unternehmen bei Mitsubishi Heavy Industries in Japan zwei Schiffe mit jeweils 3250 Betten. Sie sollen im März 2015 und März 2016 ausgeliefert werden.

(dpa/abendblatt.de)

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